Sonntag, 12. Oktober 2008

Wieder Zeit fuer eine Reise...1. Ajmer



Ich haette nicht gedacht, dass ich diesen Reisetrip haette antreten koennen. Montag morgen bin ich mit einem angeschwollenen Auge aufgewacht, mit dem ich kaum etwas sehen konnte. Aber dank Muttis Tips aus der Ferne und Medikamenten ging es mir erstaunlicherweise Dienstag morgen viel besser. Also beschloss ich, die Gelegenheit mal wieder zu reisen zu nutzen und die Medikamente mitzunehmen. So ging es Dienstag am Spaetnachmittag direkt nach der letzten Vorlesung zusammen mit Sarah (USA) und Maximilien (Frankreich) auf zum Bahnhof. Als Abendessen haben wir uns am Bahnhof Samosa und Sandwiches gekauft. Doch erstaunlicherweise bekamen wir im Zug ein komplettes Abendessen mit Sandwich, Samosa, Tee und Desert. Muss an der gebuchten Klasse gelegen haben. Nach ca. 6 Stunden Fahrt und ein bisschen Schlaf kamen wir mitten in der Nacht in Ajmer an. “Gut, dass wir ein Hotel gebucht haben…” dachte ich. Doch leider entsprachen die Zimmer nicht ganz unseren Vorstellungen…und wir sind wirklich nicht penibel. Aber fuer diese dreckigen Zimmer war der Preis einfach zu hoch und der Mann an der Rezeption absolut unfreundlich. Tja, was nun…wir haben versucht ein anderes Hotel um 1.00h nachts zu finden. Bei einem war tatsaechlich noch jemand wach. Das Haveli Heritage Inn ist in einem 100 Jahre alten “haveli” (=traditionelles altes Haus in Rajasthan) untergebracht, hat nette Zimmer und einen schoenen gruenen Innenhof. Der freundliche Besitzer gab mir sogar noch ein paar Eiswuerfel, um mein Auge zu kuehlen. Nach dem Fruehstueck am naechsten morgen machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Zuerst fuehrte es uns zum Dargah – eine der wichtigsten muslimischen Pilgerstaetten Indiens. Es war hier total ueberfuellt. Menschen ueber Menschen stroemten in diesen Komplex, I den man nur barfuss und mit Kopftuch betreten darf. Es war eine kleine Stadt fuer sich. Um die Moschee herum sassen die Pilger – beteten und brachten ihre Opfer dar. Wir schlenderten weiter die schmalen Strassen mit Haendlern entlang bis zu den Ruinen der Adhai-din-ka-Jhonpra Moschee. Sie ist ein wunderbares Stueck Architektur. Hier war es mal wieder so, dass viele Inder uns um ein Foto baten. Irgendwann wurde es uns aber zuviel und wir ergriffen die Flucht. Als letzte Station vor dem Mittagessen besichtigten wir einen jainistischen Tempel. Dieser hat eine doppelstoeckige Halle, in der sich eine Modellwelt der goldenen Stadt befindet, so wie sie sich die Jainisten vorstellten. U.a. sah man fliegende Schwaene und Elefanten als Gondeln. Danach hiess es: Essen fassen! Das Mango Masala bot wirklich leckeres indisches Essen. Nicht zu vergleichen mit dem Essen in der Mensa am Campus. Ein wenig ko vom Umherstreifen und der Hitze, ruhten wir uns im Hotel knapp eine Stunde aus, bevor wir uns zum Ana Sagar – einem grossen See – aufmachten. Dort in einem anliegenden Park kauften wir uns Eis und genossen die untergehende Sonne. Gegen 18.15h, zu Sonnenuntergang, hoerte man das Kreischen einer Horde von Voegeln und sah wie sie ueber unsere Koepfe kreisten. Das Prozedere war mir bereits von meinem Zimmer am Campus bekannt, da es direkt an einem kleinen Wald liegt. Doch hier wurde uns bei naeherem Hinsehen klar, dass es keine Voegel waren, die ueber unsere Koepfe kreisten, sondern zig kleine Fledermaeuse!! Wahnsinn! Dann trafen wir Joy – einen indischen Studenten von unserem Campus, der die restlichen Tage mit uns reiste. Zurueck am Hotel organisierte er uns ein gutes Restaurant zum Abendessen und ein paar Flaschen Bier fuer danach. Das Essen war sehr lecker, aber zuviel fuer mich. Bei einem Bierchen in dem huebschen Innenhof des Hotels, tauschten wir uns kulturell aus ;-)) und machten Plaene fuer den naechsten Tag. Dieser begann zeitig mit einem Fruehstueck um 8.30h. Anschliessend packten wir unsere Rucksaecke und erwischten am Busbahnhof noch den Bus um ca.10h Richtung Pushkar.

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