Samstag, 27. September 2008

Zwischenstop in Jamnagar



Jamnagar erreichten wir gegen 19h. Das Hotel war per Rikscha schnell gefunden. Zuerst war ich mit den Zimmern ueberhaupt nicht zufrieden. Doch dann einigten wir uns darauf, dass das Zimmer mal kurz gereinigt wurde – v.a. das Bad – und blieben. Wir hielten uns nicht lange auf, sondern machten uns direkt auf, um ein Internet-Café zu finden, in dem wir unser Zugticket fuer den naechsten Tag ausdrucken konnten. Nach der Suche auf eigene Faust, war uns ein Polizist behilflich. Danach knurrte dann auch der Magen und wir fuhren zu einem Restaurant, welches vom Lonelyplanet empfohlen wurde. Das Essen war gut und wir bestellten sogar Desert. Ich habe alles gut vertragen. Zurueck im Hotel beschlossen wir am naechsten Tag etwas laenger zu schlafen. Tatsaechlich waren es dann ca. 10 bis 12 Stunden! Und das, obwohl man in dem Zimmer das Hupen der Autos auf der Strasse hoeren konnte. Wir waren einfach so muede. Nach dem Fruehstueck im Hotel ( zufaelligerweise trafen wir dort den Leuchtturm-Waerter von Dwarka wieder, dessen Freund der Besitzer des Hotels war ) machten wir uns zu Fuss auf zum Lakhota-Palast im Ranmal-See. Mit unserem Studentenausweis des IIMA gab es leider keinen ermaessigten Eintritt. Dennoch war der Palast ganz interessant. Am Ende sollten wir zusaetzlich pro gemachtem Photo Rs.2 zahlen…wir haben natuerlich nur jeweils 5 Stueck gemacht ;-))
Anschliessend besuchten wir den Bala-Hanuman-Tempel, in dem seit 1964 ununterbrochen rund um die Uhr ein bestimmtes Gebet gesungen wird. Dies hat dem Tempel einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde eingebracht. Viel mehr gab es auch nicht zu sehen, da ein paar andere Tempel in der Stadt geschlossen waren und wir fuer eine Tour in den Marine National Park leider nicht genuegend Zeit hatten. Also schlenderten wir ein bisschen durch die Strassen, gingen was essen und verbrachten eine Stunde im Internet-Café, bevor es auch schon wieder Zeit war, sich Richtung Bahnhof zu begeben. Waehrend 6 Stunden Zugfahrt tranken wir Chai, assen Samosa und genossen die vorueberfliegende Landschaft. In der Ferne sah man Kamele und verschiedene Vogelarten. Als der Zug in Rajkot hielt, brach das Chaos aus. So viele Menschen wollten mit viel und sperrigem Gepaeck alle gleichzeitig in den Zug. Sie kamen durch Tuer UND Fenster. Sie ueberrannten ich gegenseitig. Ich war froh, dass ich an meinem Platz sass. Ein Inder erklaerte uns, dass diese Leute nach Bihar fahren, was ganze 2 Tage dauert. Sie bleiben dort laengere Zeit und nehmen daher viel Gepaeck mit. Waehrend Francois schlief, las ich etwas fuer die Uni, blaetterte im Lonelyplanet und guckte mir meine Fotos auf der Kamera an. Gegen 24h erreichten wir schliesslich Ahmedabad. Als wir mit der Rikscha zurueck zur Uni ueber den Fluss Sabarmati fuhren, war es fast als wuerde ich ueber den Rhein fahren und es ueberkam mich ein schon fast heimisches Gefuehl. Denn am Campus fuehle ich mich mittlerweile recht wohl, auch wenn es nicht ist wie zu Hause. Fuer Francois hiess es nur kurz Sachen wechseln, da er eine Stunde spaeter mit einer anderen Gruppe Richtung Udaipur aufbrach. Ja,… leider war unser Plan mit dem Wildlife Sanctury geplatzt. Das stellte sich waehrend unseres Trips heraus. Echt schade,…die Zugtickets waren gebucht, ansonsten haetten wir noch laenger am Meer bleiben koennen oder haetten in Jamnagar die Korallenriffe besichtigt. Na ja,…vielleicht ein anderes Mal…

Keine Kommentare: