Montag, 13. Oktober 2008

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Diese Woche habe ich an der Uni Midterm-Klausuren und bin daher schwer mit meinem Lernstoff beschaeftigt. Die naechste Reise geht am 21.Oktober fuer eine Woche nach Darjeeling...genau, da wo der Tee herkommt und man einen wunderbaren Blick auf die gigantischen Berge des Himalaya haben soll!!
Es kann also sein, dass ihr hier erst wieder in ein paar Wochen wieder etwas von mir hoert.
Aber ich hoffe, euch gefallen die Fotos, die ich heute endlich mal hochladen konnte!!
Viele liebe Gruesse nach Deutschland!!

Wieder Zeit fuer eine Reise...4.Kota


In Kota selbst blieb uns nicht viel Zeit, da unser Zug um 18.05h abfahren sollte. Wir suchten einen netten Park auf, in dem wir uns faul ins Gras fallen liessen.Dort beobachteten wir die Affen um uns herum und lauschten der indischen Musik aus den Lautsprechern, die wie Lampen die Wege im Park saeumten. Leider zu kurz – wir mussten uns schon wieder aufmachen Richtung Bahnhof. Dort stellten wir dann fest, dass unser Zug ganze zwei Stunden Verspaetung hatte!! Also setzten wir uns in einen Aufenthaltsraum und assen mein “Not-Futter” = Nuesse, Rosinen und getrocknete Feigen. Da drei von uns vieren am naechsten Tag einen Test im selben Kurs schreiben mussten, kramten wir unsere Lernsachen hervor und bereiteten uns auf den Test vor. Somit haben wir die Wartezeit sinnvoll genutzt. Gegen 20h lief der Zug dann endlich ein. Sarah und ich hatten die guenstigere, nicht klimatisierte Sleeper Class gebucht und die Jungs die komfortablere, klimatisierte Klasse. Sie waren wirklich reizend…warteten bis wir in unseren Wagon eingestiegen waren und erkundigten sich per SMS, ob bei uns Maedels alles in Ordnung sei. Wir haben noch Fotos geguckt und haben uns dann hingelegt zum schlafen. Und das haben wir dann auch gemacht, bis wir nach ca. 10 Stunden in Ahmedabad ankamen. Eine wirklich entspannte Zugfahrt!

Wieder Zeit fuer eine Reise...3.Bundi





In Ajmer angekommen mussten wir gluecklicherweise nur kurz warten bis der Bus nach Bundi losfuhr. Fuenf Stunden Fahrt mit diesem oeffentlichen Bus auf extrem schlechten Strassen war recht anstrengend. Man konnte nicht schlafen, auch das Lesen im Lonely Planet war schwierig und der Bus war total laut – eben nicht mehr das neueste Modell. Am spaeten Nachmittag erreichten wir schliesslich Bundi. Im “Lake View Paying Guest House” liessen wir uns von einem netten alten Mann zunaechst die Zimmer zeigen. Aber ganz ueberzeugt waren wir nicht. Also guckten wir uns auch die Zimmer der Konkurrenz direkt nebenan an. Dann erschien uns das erste Gaestehaus doch die bessere Wahl zu sein. Unsere Maegen knurrten. Also bestellten wir erst mal etwas zu essen. Waehrend das Essen in einem kleinen Raum direkt neben der Terasse angerichtet wurde, genossen wir direkt an dem kleinen kuenstlichen See die letzten Sonnenstrahlen. Hier geht die Sonne mittlerweile naemlich schon gegen 18.30h unter. Nach dem Essen machten wir uns dennoch auf, um durch die Strassen der Stadt zu schlendern. Wir schauten uns die kleinen Laeden an bis wir ein Tor passierten. Hinter diesem Tor war die Strasse ploetzlich komplett dunkel. Es schien als waere mal wieder der Strom ausgefallen. Manche Laeden hatten ein Notstrom Aggregat, in anderen brannten Kerzen. So schlenderten wir eben im Dunkeln durch die Strassen. Irgendwann hoerten wir Musik, der wir folgten. Wie den Tag zuvor in Pushkar feierten die Einwohner hier noch das Ende des Nawrati-Festivals – und zwar mit Musikkapelle und einem bunten, hell erleuchteten Wagen (eine Art Wagen wie bei uns in den Karnevalszuegen). Zusaetzlich wurde die Parade von Kindern begleitet, die erleuchtete Neonroehren trugen (wie bei uns an St.Martin; nur sind es hier keine Pechfackeln, sondern Neonroehren). Dies koennte der Grund sein, dass die halbe Stadt im Dunkeln liegt!! Spaeter stellten wir fest, dass es nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Paraden waren, die sich schliesslich unter Abfeuern von Feuerwerk und Abbrennen von Wunderkerzen an einem zentralen Platz trafen. Dort schauten wir uns noch ein wenig die Feierlichkeiten an, bevor wir uns auf den Weg zurueck zum Hotel machten. Dort gab es dann gegen 22h unser bestelltes Essen. Als Abendbeschaeftigung spielten wir, nachdem wir festgestellt hatten, dass “Stadt-Land-Fluss” gleichzeitig in verschiedenen Sprachen nicht moeglich ist, ein kreatives Wortspiel bei dem mein englisches Vokabular gefragt war. Es war wirklich lustig. Doch irgendwann ueberkam uns die Muedigkeit und wir gingen schlafen. Am naechsten Morgen fruehstueckten wir zeitig um 7.30h, um noch genuegend Zeit zu haben was von Bundi zu sehen bevor wir weiterreisen mussten. Also machten wir uns auf und besichtigten zuerst den Palast. Danach kletterten wir den Berg weiter hinauf und streiften durch die Ruinen einer ehemaligen Festung. Dort begegneten uns neben einer Gruppe Inder auch ein paar Affen. Zwischendurch hielten wir inne und genossen den wunderbaren Blick auf die Stadt und die umliegende Landschaft. Auf dem Rueckweg zum Hotel machten wir noch an ein paar Laeden halt. Der nette Mann in dem Klamottenladen lud uns sogar auf ein Glas Chai ein. Das Mittagessen war wieder lecker. Unabsichtlich hatte Max anstatt einen Lassi (=ind.Joghurtgetraenk) ein Thali (ind.gemischtes Essen) bestellt. Dies war natuerlich viel zu viel…wir liessen es zunaechst fuer die Reise einpacken, liessen es aber dann doch wegen der Unhandlichkeit zurueck.
Der Bus nach Kota war schon recht voll als wir am Busbahnhof ankamen. Da es auch diesmal wieder ein oeffentlicher Bus war, sassen viele Inder unterschiedlicher Klassen im Bus – u.a.auch eine junge Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm, dass wahrscheinlich gerade mal ein Jahr alt war. Sie bat uns die ganze Stunde Fahrt ueber um Geld, um Essen kaufen zu koennen. Da viel es schon verdammt schwer hart zu bleiben. Denn haette ich ihr etwas gegeben, haette ich manch anderem im Bus auch etwas geben muessen. In diesem Moment wuenschte ich, wir haetten das falsch bestellte Essen doch mitgenommen!!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Wieder Zeit fuer eine Reise...2.Pushkar



Pushkar ist nur eine halbe Stunde von Ajmer entfernt – es liegt direkt hinter dem sog.Schlangenberg. Autorikschas gibt es hier nicht. Die Stadt ist so klein (14.789 Einwohner), dass man per Pferderikscha oder zu Fuss ueberall schnell hinkommt. Aber anstatt auf einem Holzkarren zum Hotel geschoben zu werden, bevorzugten wir dann doch den Fussmarsch. Nach dem Check-In und einer Tasse Chai, machten wir uns auf, die Stadt – eine hinduistische Pilgerstaette - zu erkunden. Im November findet ausserhalb der Stadt ein grosser Kamelmarkt statt. An dem kleinen See liegen eine Reihe von heiligen Ghats, an denen die Pilger Opfer darbringen und ein Bad im heiligen Wasser nehmen. Ausserdem gibt es hier viele Affen, die frei herumlaufen. Wir schlenderten die Strasse mit den vielen bunten Geschaeften und Staenden entlang und erwarben das ein oder andere Teil, ob fuer einen selbst oder aber als Mitbringsel. Zu Mittag assen wir im Rainbow Restaurant mit Blick auf den See. Auch wenn das Essen auf sich warten liess, hat es sehr gut geschmeckt – besonders der Mango Lassi. Anschliessend schauten wir uns den Brahma-Tempel an. Auf dem Rueckweg konnten wir eine traditionelle Parade mit verkleideten Kindern und Erwachsenen auf Pferd, Kamel UND Elefant beobachten. Sie feierten das Ende vom Nawrati-Festival mit viel Musik und einer theaterlichen Darbietung der dazugehoerenden Geschichte. Die kleine Strasse war ueber und ueber mit Menschen gefuellt. Und trotzdem draengten sich welche mit ihren Motorraedern durch die Masse. Irgendwann kehrten wir zurueck zum Hotel – aber nur um unsere Einkaeufe abzulegen. Dann ging es direkt weiter…wir wollten den Huegel emporklimmen, um einen wunderbaren Sonnenuntergang ueber der Stadt zu erleben. Es hat einige Zeit gedauert, aber schliesslich haben wir die Stufen und den Weg entdeckt, der den Huegel hinauf fuehrte. Ganz schoen anstrengend! Doch es hat sich gelohnt. Von hier aus hatten wir einen Blick ueber die komplette umliegende Landschaft und Pushkar selbst. Wir genossen den Sonnenuntergang und auch das Feuerwerk, welches aufgrund des Festivals abgefeuert wurde. Mittlerweile war es dunkel und die Beleuchtung an dem Weg hinab fiel ab und zu aus. Aber Sarah hatte eine Art Minitaschenlampe an ihrem Handy und beleuchtete somit zusaetzlich ein wenig den Weg. Wir kamen alle heil, aber durstig wieder am Ende des Huegels an. Nach erneutem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es dann zum Abendessen ins Moon Dance – bekannt fuer Pasta und Pizza und deutsche Backwaren. Leider mussten wir ueber eine Stunde auf unser Essen warten und waren schon drauf und dran zu gehen. Geschmeckt hat es dennoch und wir haben die Pizza gegenseitig probiert. Im Hotel haben wir den Abend bei einem Flaeschchen Bier ausklingen lassen, wobei wir Joy zu spaeterer Stunde zum Geburtstag gratulieren konnten. Nach einer relativ kurzen Nacht und einem leckeren Nutella-Crepe zum Fruehstueck, ging es zeitig mit dem oeffentlichen Bus zurueck nach Ajmer, von wo aus wir dann den Bus nach Bundi nehmen wollten.

Wieder Zeit fuer eine Reise...1. Ajmer



Ich haette nicht gedacht, dass ich diesen Reisetrip haette antreten koennen. Montag morgen bin ich mit einem angeschwollenen Auge aufgewacht, mit dem ich kaum etwas sehen konnte. Aber dank Muttis Tips aus der Ferne und Medikamenten ging es mir erstaunlicherweise Dienstag morgen viel besser. Also beschloss ich, die Gelegenheit mal wieder zu reisen zu nutzen und die Medikamente mitzunehmen. So ging es Dienstag am Spaetnachmittag direkt nach der letzten Vorlesung zusammen mit Sarah (USA) und Maximilien (Frankreich) auf zum Bahnhof. Als Abendessen haben wir uns am Bahnhof Samosa und Sandwiches gekauft. Doch erstaunlicherweise bekamen wir im Zug ein komplettes Abendessen mit Sandwich, Samosa, Tee und Desert. Muss an der gebuchten Klasse gelegen haben. Nach ca. 6 Stunden Fahrt und ein bisschen Schlaf kamen wir mitten in der Nacht in Ajmer an. “Gut, dass wir ein Hotel gebucht haben…” dachte ich. Doch leider entsprachen die Zimmer nicht ganz unseren Vorstellungen…und wir sind wirklich nicht penibel. Aber fuer diese dreckigen Zimmer war der Preis einfach zu hoch und der Mann an der Rezeption absolut unfreundlich. Tja, was nun…wir haben versucht ein anderes Hotel um 1.00h nachts zu finden. Bei einem war tatsaechlich noch jemand wach. Das Haveli Heritage Inn ist in einem 100 Jahre alten “haveli” (=traditionelles altes Haus in Rajasthan) untergebracht, hat nette Zimmer und einen schoenen gruenen Innenhof. Der freundliche Besitzer gab mir sogar noch ein paar Eiswuerfel, um mein Auge zu kuehlen. Nach dem Fruehstueck am naechsten morgen machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Zuerst fuehrte es uns zum Dargah – eine der wichtigsten muslimischen Pilgerstaetten Indiens. Es war hier total ueberfuellt. Menschen ueber Menschen stroemten in diesen Komplex, I den man nur barfuss und mit Kopftuch betreten darf. Es war eine kleine Stadt fuer sich. Um die Moschee herum sassen die Pilger – beteten und brachten ihre Opfer dar. Wir schlenderten weiter die schmalen Strassen mit Haendlern entlang bis zu den Ruinen der Adhai-din-ka-Jhonpra Moschee. Sie ist ein wunderbares Stueck Architektur. Hier war es mal wieder so, dass viele Inder uns um ein Foto baten. Irgendwann wurde es uns aber zuviel und wir ergriffen die Flucht. Als letzte Station vor dem Mittagessen besichtigten wir einen jainistischen Tempel. Dieser hat eine doppelstoeckige Halle, in der sich eine Modellwelt der goldenen Stadt befindet, so wie sie sich die Jainisten vorstellten. U.a. sah man fliegende Schwaene und Elefanten als Gondeln. Danach hiess es: Essen fassen! Das Mango Masala bot wirklich leckeres indisches Essen. Nicht zu vergleichen mit dem Essen in der Mensa am Campus. Ein wenig ko vom Umherstreifen und der Hitze, ruhten wir uns im Hotel knapp eine Stunde aus, bevor wir uns zum Ana Sagar – einem grossen See – aufmachten. Dort in einem anliegenden Park kauften wir uns Eis und genossen die untergehende Sonne. Gegen 18.15h, zu Sonnenuntergang, hoerte man das Kreischen einer Horde von Voegeln und sah wie sie ueber unsere Koepfe kreisten. Das Prozedere war mir bereits von meinem Zimmer am Campus bekannt, da es direkt an einem kleinen Wald liegt. Doch hier wurde uns bei naeherem Hinsehen klar, dass es keine Voegel waren, die ueber unsere Koepfe kreisten, sondern zig kleine Fledermaeuse!! Wahnsinn! Dann trafen wir Joy – einen indischen Studenten von unserem Campus, der die restlichen Tage mit uns reiste. Zurueck am Hotel organisierte er uns ein gutes Restaurant zum Abendessen und ein paar Flaschen Bier fuer danach. Das Essen war sehr lecker, aber zuviel fuer mich. Bei einem Bierchen in dem huebschen Innenhof des Hotels, tauschten wir uns kulturell aus ;-)) und machten Plaene fuer den naechsten Tag. Dieser begann zeitig mit einem Fruehstueck um 8.30h. Anschliessend packten wir unsere Rucksaecke und erwischten am Busbahnhof noch den Bus um ca.10h Richtung Pushkar.