Die Jeeptour nach Pelling in Sikkim war holprig und es war unerwartet warm. Die Sonne schien. Kurz nach dem Grenzuebergang zu Sikkim, wo wir unsere Erlaubnis vorzeigen mussten und einen Stempel in unseren Reisepass bekamen, ergab sich die Gelegenheit zu fruehstuecken. Nach der Pause ging es weiter und gegen Mittag erreichten wir unser Ziel. Wir bezogen im Hotel unsere Zimmer und suchten uns anschliessend eine Gelegenheit zum Mittagessen. Danach organisierten wir uns im Hotel einen Jeep fuer eine Sightseeing-Tour. Wir besuchten zwei buddhistische Kloester, von denen man einen wunderschoenen Blick auf die Landschaft hatte und alte Ruinen. Am Abend assen wir alle zusammen leckere Momos und tranken das ein oder andere Bier. Am naechsten Morgen hiess es: auf zur Trekking-Tour! Wir hatten nur eine grobe Karte und keinen Fuehrer, aber ich vertraute da unseren Jungs. Wir alle hatten einen Teil unserer Sachen im Hotel gelassen, aber den Rest fuehrten wir in unseren Rucksaecken mit uns. Zuerst ging es steil bergab ins Tal mitten durch den Wald bis wir den Fluss erreichten. Ein wunderbares Fleckchen Erde!! Die Sonne schien und wir machten eine Rast – badeten unsere Fuesse im Wasser und assen unser mitgebrachtes Obst. Danach ueberquerten wir die Bruecke und es ging auf der anderen Seite steil bergauf, mitten ueber ein Geroellfeld. Nun hatten wir die Strasse erreicht, die wir entlang gehen mussten. Sie fuehrte durch eine Landschaft von Bananen-Baeumen, Blumen und Reisfeldern. Die Strasse schlengelte sich um den Berg herum. Daher war es sinnvoll, eine steile Abkuerzung bergauf zu nehmen – aber danach war ich fix und fertig, zumal wir so gut wie kein Wasser mehr hatten. Doch es half ja nichts…wir wanderten die Strasse weiter entlang, den Berg empor. Wir waren froh, als nach einer Kurve ein kleiner Laden auftauchte, an dem wir Wasser fuer alle kaufen konnten. Und es ging weiter…vorbei an kleinen Wasserfaellen. Das Gehen fiel mir mittlerweile echt schwer…ich machte mit Lotta eine Pause, waehrend die Jungs motiviert den Berg erklommen. Langsam gingen wir Maedels weiter, hatten aber nicht mehr viel Kraft…wir versuchten einen Jeep anzuhalten, der uns mitnehmen konnte…leider erfolglos. Auf unserem Weg trafen wir schliesslich auf Christophe, der mit dem Tempo der anderen ebenfalls nicht mithalten konnte. Zusammen schafften wir die letzten Meter und erreichten schliesslich das Trekker Guest House – unsere Bleibe fuer diese Nacht. Die anderen trudelten erst spaeter ein, da sie zuerst den heiligen See besucht hatten. Dies holten wir drei dann nach. Der See lag ruhig mitten im Wald, umgeben von buddhistischen Gebetsflaggen. Unser Gaestehaus war eine kleine Huette mit kleinen Zimmern. Es gab kein fliesend warmes Wasser. Wir orderten warmes Wasser in Eimern und einer nach dem anderen ging “duschen”. Zum Abendesen hatten die Jungs jede Menge verschiedene Sachen bestellt – besonders habe ich mich ueber einfache Pellkartoffeln gefreut! Dazu gab es ein spezielles Getraenk aus der Gegend – hergestellt aus Fruechten der Felder, mit Alkohol. Natuerlich gab es auch keine Heizung. So sassen wir in dicken Pullovern, Jacken und Muetzen um den Tisch. Bevor wir zwei Maedels ko von der Wanderung ins Bett fallen konnten, ueberprueften wir unser Zimmer auf groessere Insekten. Mit ein paar kleinen Motten lies es sich aber schlafen. Gut, dass sich diese riesige Spinne, die ich in der Nacht hinter dem Spiegel im Bad entdeckte, sich nicht in unser Zimmer verirrte. Am naechsten Morgen fruehstueckten wir im kleinen Garten mit Tee und traditionellem Brot aus Sikkim. Lotta hatte Probleme mit ihrem Fuss und auch mir taten alle Muskeln weh. Somit beschlossen wir, die Jungs alleine zu Fuss auf den Weg nach Yuksom zu schicken. Wir Maedels packten statt dessen alle Rucksaecke in den Jeep des Guest House Besitzers. Auf dem Weg nach Yuksom besichttigten wir ein paar schoene Wasserfaelle. Als wir gegen mittag die Jungs trafen, stellte es sich heraus, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Die Jungs hatten den Weg in einem Affenzahn zurueckgelegt und der Weg war noch steiler als der gestrige. Wir assen zusammen mittag, nachdem wir ca. eine Stunde aufs Essen warten mussten. Danach quetschten wir uns zu siebt inkl. Gepaeck in den Jeep fuer den Rueckweg nach Pelling – fuer 90 Minuten! Keine angenehme Fahrt. Zurueck in Pelling, organisierten die anderen ihre Weiterreise nach Nepal, als ich eine SMS erhielt, die mir mitteilte, dass mein Flug am Dienstag von Delhi nach Ahmedabad seitens der Airline gestrichen worden ist. Panik stieg in mir auf...wie sollte ich denn nun zurueckkommen?? Gemaess dem Rat von Christophe, ging ich sofort zum Internetcafe und buchte online einen anderen Flug von Delhi nach Ahmedabad - Mastercard sei Dank! Und dann endlich war auch mir eine Dusche gegoennt..leider gab es nicht wirklich warmes Wasser. Zudem fiel dann auch noch der Strom aus...und man konnte Giovannis italienische Flueche im ganzen Hotel hoeren. Wir verbrachten einen letzten netten gemeinsamen Abend zusammen, bevor die anderen in der Nacht in Richtung Nepal aufbrachen. Es war ein komisches Gefuehl am naechsten Morgen alleine zum Fruehstueck zu gehen. Zudem regnete es auch noch den ganzen Tag ueber und es war kalt. Somit verbrachte ich meine Zeit damit mein neues Buch zu lesen und im Internetcafe diesen Blog zu schreiben. Dienstag morgen war es dann auch fuer mich Zeit abzureisen. Ich war puenktlich um 7.00h startklar fuer die Abfahrt. Meine indischen Mitinsassen liessen sich dagegen etwas mehr Zeit, so dass sich der Jeep um 8.00h endlich in Richtung Shiliguri in Bewegung setzte. Der indische Junge neben mir vertrug leider die Serpentinen nicht und musste sich aus dem Fenster direkt neben mir uebergeben. Spaeter tauschten wir zur Sicherheit die Plaetze. Nach vier Stunden holpriger Jeepfahrt, ging es mit der Rikscha weiterhin holprig zum Flughafen von Bagdogra. Der Flug war puenktlich. In Delhi musste ich nochmals drei Stunden auf meinen Anschlussflug warten. Ich traf jedoch einen netten Inder, der auf der Reise zu seiner zukuenftigen Frau war, um sie zu fragen, ob sie ihn heiraten moechte. Er war sichtlich nervoes. Da es eine von den Eltern geplante Hochzeit war, hatte er seine Zukuenftige bisher nur auf Fotos gesehen. Fuer uns Europaeer schwer vorstellbar...Als auch er weg war,sass ich alleine in der Flughafenhalle...und dabei war doch "Diwali"-ein Lichterfest in Indien, mit dem hier ein religioeses Ereignis gefeiert und ein neues Jahr eingeleutet wird...also fast wie bei uns Silvester. Das Feuerwerk ueber der ganzen Stadt konnte ich vom Flieger aus gut beobachten. Zurueck am Campus waren ueberall Lichter aufgestellt und die Wohnheime mit Blumen und bunten Bildern aus Sand dekoriert. Ich jedoch brauchte dringend eine Dusche und etwas Schlaf.
Montag, 27. Oktober 2008
Pelling/Sikkim
Die Jeeptour nach Pelling in Sikkim war holprig und es war unerwartet warm. Die Sonne schien. Kurz nach dem Grenzuebergang zu Sikkim, wo wir unsere Erlaubnis vorzeigen mussten und einen Stempel in unseren Reisepass bekamen, ergab sich die Gelegenheit zu fruehstuecken. Nach der Pause ging es weiter und gegen Mittag erreichten wir unser Ziel. Wir bezogen im Hotel unsere Zimmer und suchten uns anschliessend eine Gelegenheit zum Mittagessen. Danach organisierten wir uns im Hotel einen Jeep fuer eine Sightseeing-Tour. Wir besuchten zwei buddhistische Kloester, von denen man einen wunderschoenen Blick auf die Landschaft hatte und alte Ruinen. Am Abend assen wir alle zusammen leckere Momos und tranken das ein oder andere Bier. Am naechsten Morgen hiess es: auf zur Trekking-Tour! Wir hatten nur eine grobe Karte und keinen Fuehrer, aber ich vertraute da unseren Jungs. Wir alle hatten einen Teil unserer Sachen im Hotel gelassen, aber den Rest fuehrten wir in unseren Rucksaecken mit uns. Zuerst ging es steil bergab ins Tal mitten durch den Wald bis wir den Fluss erreichten. Ein wunderbares Fleckchen Erde!! Die Sonne schien und wir machten eine Rast – badeten unsere Fuesse im Wasser und assen unser mitgebrachtes Obst. Danach ueberquerten wir die Bruecke und es ging auf der anderen Seite steil bergauf, mitten ueber ein Geroellfeld. Nun hatten wir die Strasse erreicht, die wir entlang gehen mussten. Sie fuehrte durch eine Landschaft von Bananen-Baeumen, Blumen und Reisfeldern. Die Strasse schlengelte sich um den Berg herum. Daher war es sinnvoll, eine steile Abkuerzung bergauf zu nehmen – aber danach war ich fix und fertig, zumal wir so gut wie kein Wasser mehr hatten. Doch es half ja nichts…wir wanderten die Strasse weiter entlang, den Berg empor. Wir waren froh, als nach einer Kurve ein kleiner Laden auftauchte, an dem wir Wasser fuer alle kaufen konnten. Und es ging weiter…vorbei an kleinen Wasserfaellen. Das Gehen fiel mir mittlerweile echt schwer…ich machte mit Lotta eine Pause, waehrend die Jungs motiviert den Berg erklommen. Langsam gingen wir Maedels weiter, hatten aber nicht mehr viel Kraft…wir versuchten einen Jeep anzuhalten, der uns mitnehmen konnte…leider erfolglos. Auf unserem Weg trafen wir schliesslich auf Christophe, der mit dem Tempo der anderen ebenfalls nicht mithalten konnte. Zusammen schafften wir die letzten Meter und erreichten schliesslich das Trekker Guest House – unsere Bleibe fuer diese Nacht. Die anderen trudelten erst spaeter ein, da sie zuerst den heiligen See besucht hatten. Dies holten wir drei dann nach. Der See lag ruhig mitten im Wald, umgeben von buddhistischen Gebetsflaggen. Unser Gaestehaus war eine kleine Huette mit kleinen Zimmern. Es gab kein fliesend warmes Wasser. Wir orderten warmes Wasser in Eimern und einer nach dem anderen ging “duschen”. Zum Abendesen hatten die Jungs jede Menge verschiedene Sachen bestellt – besonders habe ich mich ueber einfache Pellkartoffeln gefreut! Dazu gab es ein spezielles Getraenk aus der Gegend – hergestellt aus Fruechten der Felder, mit Alkohol. Natuerlich gab es auch keine Heizung. So sassen wir in dicken Pullovern, Jacken und Muetzen um den Tisch. Bevor wir zwei Maedels ko von der Wanderung ins Bett fallen konnten, ueberprueften wir unser Zimmer auf groessere Insekten. Mit ein paar kleinen Motten lies es sich aber schlafen. Gut, dass sich diese riesige Spinne, die ich in der Nacht hinter dem Spiegel im Bad entdeckte, sich nicht in unser Zimmer verirrte. Am naechsten Morgen fruehstueckten wir im kleinen Garten mit Tee und traditionellem Brot aus Sikkim. Lotta hatte Probleme mit ihrem Fuss und auch mir taten alle Muskeln weh. Somit beschlossen wir, die Jungs alleine zu Fuss auf den Weg nach Yuksom zu schicken. Wir Maedels packten statt dessen alle Rucksaecke in den Jeep des Guest House Besitzers. Auf dem Weg nach Yuksom besichttigten wir ein paar schoene Wasserfaelle. Als wir gegen mittag die Jungs trafen, stellte es sich heraus, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Die Jungs hatten den Weg in einem Affenzahn zurueckgelegt und der Weg war noch steiler als der gestrige. Wir assen zusammen mittag, nachdem wir ca. eine Stunde aufs Essen warten mussten. Danach quetschten wir uns zu siebt inkl. Gepaeck in den Jeep fuer den Rueckweg nach Pelling – fuer 90 Minuten! Keine angenehme Fahrt. Zurueck in Pelling, organisierten die anderen ihre Weiterreise nach Nepal, als ich eine SMS erhielt, die mir mitteilte, dass mein Flug am Dienstag von Delhi nach Ahmedabad seitens der Airline gestrichen worden ist. Panik stieg in mir auf...wie sollte ich denn nun zurueckkommen?? Gemaess dem Rat von Christophe, ging ich sofort zum Internetcafe und buchte online einen anderen Flug von Delhi nach Ahmedabad - Mastercard sei Dank! Und dann endlich war auch mir eine Dusche gegoennt..leider gab es nicht wirklich warmes Wasser. Zudem fiel dann auch noch der Strom aus...und man konnte Giovannis italienische Flueche im ganzen Hotel hoeren. Wir verbrachten einen letzten netten gemeinsamen Abend zusammen, bevor die anderen in der Nacht in Richtung Nepal aufbrachen. Es war ein komisches Gefuehl am naechsten Morgen alleine zum Fruehstueck zu gehen. Zudem regnete es auch noch den ganzen Tag ueber und es war kalt. Somit verbrachte ich meine Zeit damit mein neues Buch zu lesen und im Internetcafe diesen Blog zu schreiben. Dienstag morgen war es dann auch fuer mich Zeit abzureisen. Ich war puenktlich um 7.00h startklar fuer die Abfahrt. Meine indischen Mitinsassen liessen sich dagegen etwas mehr Zeit, so dass sich der Jeep um 8.00h endlich in Richtung Shiliguri in Bewegung setzte. Der indische Junge neben mir vertrug leider die Serpentinen nicht und musste sich aus dem Fenster direkt neben mir uebergeben. Spaeter tauschten wir zur Sicherheit die Plaetze. Nach vier Stunden holpriger Jeepfahrt, ging es mit der Rikscha weiterhin holprig zum Flughafen von Bagdogra. Der Flug war puenktlich. In Delhi musste ich nochmals drei Stunden auf meinen Anschlussflug warten. Ich traf jedoch einen netten Inder, der auf der Reise zu seiner zukuenftigen Frau war, um sie zu fragen, ob sie ihn heiraten moechte. Er war sichtlich nervoes. Da es eine von den Eltern geplante Hochzeit war, hatte er seine Zukuenftige bisher nur auf Fotos gesehen. Fuer uns Europaeer schwer vorstellbar...Als auch er weg war,sass ich alleine in der Flughafenhalle...und dabei war doch "Diwali"-ein Lichterfest in Indien, mit dem hier ein religioeses Ereignis gefeiert und ein neues Jahr eingeleutet wird...also fast wie bei uns Silvester. Das Feuerwerk ueber der ganzen Stadt konnte ich vom Flieger aus gut beobachten. Zurueck am Campus waren ueberall Lichter aufgestellt und die Wohnheime mit Blumen und bunten Bildern aus Sand dekoriert. Ich jedoch brauchte dringend eine Dusche und etwas Schlaf.
Darjeeling
Der Check-In am Flughafen von Ahmedabad verlief reibungslos und wir (Lotta, Christophe und ich) mussten nicht lange warten, bis es hiess “Boarding Time”. Wir flogen von Ahmedabad nach Delhi per Indian Airlines und hatten somit das Glueck Fruehstueck zu bekommen. Leider hatte der Flug Verspaetung und wir mussten uns in Delhi verdammt beeilen, um unseren Anschlussflug nach Bagdogra zu bekommen. Ungeduldig warteten wir am Gepaeckband und rasten schliesslich los. Christophe hatte nicht wirklich die Kontrolle ueber unseren Koffertrolli. Das Flugzeug sollte um 11.20h abheben, um 11.00h waren wir am Check-In Schalter von Spice Jet. Wir beeilten uns und sassen schliesslich zusammen mit unserem Gepaeck im Flughafen-Bus. Die Sitze waren nicht gerade bequem und Essen und Trinken musste man extra bezahlen – Billig Airline eben. Am Nachmittag landeten wir bei 32 Grad in Bagdogra. Dann hiess es einen Jeep nach Darjeeling organisieren. Wir fragten einen indischen Jungen, der aus Darjeeling stammt und der bei uns im Flieger sass, nach Informationen. Er bot uns an, mit ihm zusammen nach Darjeeling zu fahren. Es war ein Glueck, da er mit den Jeep-Fahrern verhandelte. Die Fahrt nach Darjeeling war aufregend – schlechte Strassen, ca.vier Stunden Fahrt, immer wieder sprangen indische Passagiere auf den Jeep und liessen sich ein Stueck mitnehmen und eine wunderbare Landschaft. Es ging weiter und weiter den Berg hinauf – bis auf ca. 2000 Meter. Mit der Zeit wurde es dunkel. Gegen 19.30h erreichten wir endlich Darjeeling. Sed, der indische Junge, empfahl uns ein gutes Hotel, da unser gebuchtes zu weit ausserhalb der Stadt lag. Das Zimmer war sauber, hatte warmes Wasser und einen Balkon, von dem man einen atemberaubenden Blick auf den Kanchenjunga(8598m), den dritt-hoechsten Berg der Welt, hatte. Wir machten uns direkt zum Abendessen auf, da wir lediglich gefruehstueckt hatten. Wir mussten uns aber mal wieder beeilen, da alle Restaurants in Darjeeling gegen 21h schliessen. Danach ist die Stadt wie ausgestorben. Auf dem Rueckweg zum Hotel begegneten wir keiner Menschenseele. Am naechsten Morgen machten wir uns noch vor dem Fruehstueck auf zum Bahnhof, um fuer uns und die fuenf anderen Austauschstudenten, die am Abend eintreffen sollten, Tickets fuer eine Fahrt mit dem “Toytrain” zu buchen. Wir gingen durch die Strassen und fruehstueckten schliesslich in einem winzigen, ein bisschen schaebigen Lokal, das nichts anderes anbot ausser Momos. Momos ist eine indische Spezialitaet hier in den Bergen - eine Art Maultasche gefuellt mit Huhn, Lamm, Gemuese oder Kaese. Es war wirklich goettlich! Anschliessend kuemmerten wir uns um unsere Erlaubnis, nach Sikkim einzureisen. Das war unser Plan fuer die nachsten Tage. Nach einem Hin und Her zwischen zwei zustaendigen Stellen, hielten wir schliesslich unsere Sikkim-Erlaubnis in den Haenden. Damit war der Morgen schon mal vorbei. Wir assen zu mittag und starteten gegen 14h mit einer Sightseeing-Tour. Unser Fahrer fuehrte uns zum Zoo, in dem wir Baeren, Tiger, Leoparden und diverse andere Tiere sahen. Danach liessen wir uns zum "Tea Estate" bringen – in welcher der beruehmte Darjeeling Tee hergestellt wird. Wir bekamen eine kleine Fuehrung und ich erfuhr, dass ein Grossteil des Tees nach Deutschland exportiert wird. Anschliessend schlenderten wir die Teefelder entlang und machten ein paar gute Fotos – mit Arbeitern von den Teefeldern und von uns, mitten im Teefeld bei Sonnenuntergang. In Darjeeling geht zur Zeit die Sonne bereits gegen 17h unter und danach wird es empfindlich kalt da oben in den Bergen. Als letztes liessen wir uns zum "Observatory Hill" bringen, den man entlangschlendern konnte und eine wunderbare Sicht ueber das Tal hatte. Schliesslich landeten wir unerwartet inmitten von Geschaeften. Nach einer Tasse Tee, besuchten wir das ein oder andere Geschaft und verschiedene Staende. Nachdem die Nacht hier verdammt kalt war, kauften wir uns alle drei dieselbe Art Wollsocken und eine Muetze. Tagsueber, wenn die Sonne da ist, ist es angenehme 25 Grad. Aber sobald die Sonne untergeht, sind es nur noch um die 12 Grad. Zum Abendessen trafen wir dann die anderen fuenf Austauschstudenten – drei Maedels aus Frankreich und zwei Jungs aus Italien. Wir waren frueh im Bett, denn fuer den naechsten Morgen hatten wir einen Jeep gebucht, der uns um 4.00h!!!! zum sog. "Tiger Hill" brachte, um den Sonnenaufgang zu beobachten. So stiegen wir alle acht verschlafen und mit Decken bewaffnet in den Jeep. Weiter oben in den Bergen war es um diese Zeit verdammt kalt und es wehte ein kalter Wind. So wachteten wir in die Decken gehuellt und eng aneinander gekuschelt, bis sich die Sonne zwischen den Bergen des Himalaya blicken liess. Es hatte sich gelohnt!!! Der Anblick war atemberaubend!! Man konnte nicht nur den Sonnenaufgang geniessen, sondern dank des klaren Wetters auch die Spitze des Mount Everest in der Ferne erkennen! Die Jungs gingen ein Stueck des Rueckwegs zu Fuss. Wir Maedels dagegen legten uns im Hotel noch mal ins Bett. Den Morgen verbrachte jeder irgendwo anders. Die einen gingen einkaufen, die anderen fruehstueckten und der Rest versuchte sich die Sikkim-Einreiseerlaubnis zu organisieren. Gegen 13h trafen wir uns alle zur Fahrt mit dem “Toytrain”. Diese winzige Art von Zug fuehrte uns durch die Landschaft Darjeelings. Wir hatten alle viel Spass! Anschliessend trennte sich die Gruppe. Die einen besuchten die Teefelder und ich ging mit Lotta zurueck zum Hotel. Sie machte Yoga, waehrend ich, in eine Decke gehuellt und mit Musik auf den Ohren, auf unserem Balkon den Sonnenuntergang genoss. Zum Abendessen trafen wir uns alle wieder, bevor sich die Gruppe am naechsten Morgen fuer den Rest der Reise trennen sollte. Die einen wollten direkt von Darjeeling nach Nepal, die eine wollte zuerst nach Kalkutta dann nach Mumbai und wir fuenf (Valerio, Giovanni, Lotta, Christophe und ich) machten uns am naechsten Morgen per Jeep auf nach Sikkim.
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