Mittwoch, 7. Januar 2009

Kochi / Cochin



Ende Dezember machten wir uns dann per Zug auf Richtung Kochi - in den Norden von Kerala. Kochi besteht aus einer Reihe von Inseln und Halbinseln und aus Eranakulam auf dem Festland. Der Bahnhof befindet sich in Eranakulam. Somit ist es notwendig nach Fort Cochin und Mattancherry eine Fähre zu nehmen. Fähren waren aber sehr regelmäßig zwischen den Inseln und dem Festland hin und her. In Mattancherry sind wir durch das jüdische Viertel geschlendert - eine Synagoge mit hübschem Uhrenturm, der Mattancherry-Palast mit aufwendigen Wandmalereien, viele kleine Souvenir - und Antiquitätenläden. Danach haben wir die Gegend in Fort Cochin erkundet. Zu besichtigen gab es eine atemberaubende Basilika und eine christliche Kirche. Ansonsten waren die chinesischen Fischernetze an der Promenade interessant. Diese riesigen, spinnennetzartigen Gebilde werden zum Teil noch heute zum Fischfang genutzt. Fische, kleine Babyhaie, Garnelen, Krebse, Sardellen...all das kann man sich bei den Fischern am Stand aussuchen und direkt frisch zubereiten lassen. Bezahlt wird nach Gewicht. Auf den Felsen am Ufer kann man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten.
Hier haben wir dann auch Silvester verbracht. Leckeres Essen, Cocktails und Musik.

Varkala - Teil zwei



In der Woche nach Weihnachten unternahmen wir nicht wirklich viel. Statt dessen machten wir einfach nur Urlaub...d.h. morgens aufstehen, lecker frühstücken gehen, bißchen an den Shops entlang schlendern und die letzten Souvenirs besorgen, sich am Strand in der Sonne räkeln, ab und zu eine leichte Abkühlung im Meer genießen und in den Wellen toben, abends lecker essen gehen...
Einen Nachmittag verbrachten wir am sog.Black Beach - ein kleiner Strand, der etwas weiter entfernt lag und an dem es einen breiten Streifen schwarzen Sand gab, auf dem man sich aber nicht hinlegen konnte weil es einfach zu heiss war.
Wir verbliebenen fünf hatten uns dazu entschlossen an einem Abend einen Kochkurs zu machen, bei dem uns gezeigt werden sollte wie man typisches Essen in Kerala zubereitet. Zunächst mussten die verschiedenen Gewürze, Kräuter und Gemüsesorten klein geschnitten werden...Ingwer, Karotten, Zwiebeln etc. Dies war vor allem eine Herausforderung als, wie jeden Abend hier, die Elektrizität von 20.00h bis 20.30h abgeschaltet wurde. Aber wofür gibt es Kerzen und Kopf-Taschenlampen!!So konnten wir unsere Vorbereitungen ungehindert fortsetzen...danach wurde der Fisch für das Fisch-Byrani (Reis mit Fisch untereinander)sauber gemacht und vorbereitet, das Hühnchenfleisch für das Hühnchencurry angebraten,schon mal unsere Vorspeise - Paneer (eine Art Käse) mit Gemüse im Wok gebraten - zubereitet,...eine andere besondere Herausforderung war das Parota - ein Brot typisch für Kerala. Der Teig wurde nicht nur einfach in kleine Portionen zerlegt, sondern auch in besonderer Weise ausgerollt, durch die Luft geschleudert und in Schneckenform zusammengelegt. Später wurde dieser dann platt geklopft, auf einer Art Platte, die man auch dazu benutzen könnte um Crepes zu machen, gebraten und mit Käse bestreut...mmmhhh...sehr lecker!!Nach drei Stunden in der Küche mit unserem netten indischen Koch, durften wir schließlich draußen an einem Tisch Platz nehmen und unser selbst gekochtes Essen genießen...

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachten in Indien



Es war soweit…es war der 24.Dezember 2008 in Varkala, Kerala, Suedindien: Am Morgen habe ich mir zum Fruehstueck ein Croissant ‘auf die Faust’ gekauft und habe die letzten Geschenke besorgt. Dann bin ich mit Lotta und Helena ‘just for fun’ zu einem ajurvedischen Arzt gegangen. Dieser stellte dann fest, dass ich zu 90% Wasser, 5% Luft und 5% Feuer bin – ich wusste es schon immer...in meinem frueheren Leben war ich ein Fisch ;-)) Nach dem Mittagessen ging es zum Strand. Dort ueberraschten uns Sarah und Anders mit Nikolausmuetzen und Suessigkeiten fuer alle. Wir machten ein Weihnachtsgruppenfoto. Als die Sonne untergegangen war, machten wir uns fertig fuer den Weihnachtsabend. Fuenf von uns wollten in die Kirche, die sich IRGENDWO im Zentrum befinden sollte. Wir mussten uns beeilen...es war bereits 19.45h und um 20h sollte die Messe anfangen. Nach Diskussionen mit Rikschafahrern und einem kurzen Weg zu Fuss fanden wir schliesslich die Kirche. Die Messe begann dann schliesslich um 20.30h. Es war eine sehr kleine Kirche – mit Krippe und einfachen Holzbaenken. Die Messe wurde in Hindi oder der Sprache in Kerala abgehalten. Wir haben also nichts verstanden. Und dennoch...die Abfolge ist hier genauso wie bei uns in Deutschland. Es war sehr interessant und ich bin froh, dass ich dort war – auch wenn die anderen drei im Strand-Restaurant ueber eine Stunde auf uns warten mussten. Das Essen war leider nicht so lecker, oder vielmehr dass Lammfleisch. Dann verteilten wir unsere Wichtelgeschenke und es wurde geraten, wer wen beschenkt hat. Es war sehr lustig und jeder hat sich sehr ueber die Geschenke gefreut. Dann ging es ab zur naechsten Bar mit Musik und Tanzflaeche. Dort haben wir dann noch ein lustiges Geschenkespiel gespielt. Die Geschenke – verpackt – wurden in die Mitte des Tisches gelegt. Es wurde gewuerfelt und bei jeder sechs durfte man sich ein Geschenk nehmen. Dann wurde ein Timer gesetzt. Waehrend der Zeitspanne, die nur einer von uns kannte, wurde gewuerfelt und bei jeder drei durfte man ein Geschenk von jemand anderem stehlen. Die Geschenke, die nach Ablaufen der Zeit vor einem liegen, darf man auspacken und behalten.Hierbei habe ich ein Aprikosenpeeling, ein kleines Portemonaie und ein Snickers ergattern koennen. Wir tanzten und tranken Cocktails bis in die fruehen Morgenstunden. Dann setzten wir uns noch fuer eine kurze Zeit am Meer im Sand zusammen, bevor wir muede ins Bett fielen.

Heute – am 25.Weihnachtstag – herrscht eine etwas traurige Stimmung. Nach und nach verlaesst der eine und der andere die Gruppe. Ab morgen sind wir nur noch zu fuenft. Aber dennoch werde ich meine letzten Tage hier geniessen...und freue mich gleichzeitig wieder auf die Heimat.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Varkala - Teil eins



Zunaechst hatten wir Probleme unser Gaestehaus zu finden, waren am Ende aber doch erfolgreich. Dann hiess es erst einmal ab unter die Dusche. Anschliessend trafen wir den Rest der Truppe, der bereits in einer Bar am Strand Cocktails schluerfte. Ich war wie immer etwas langsamer…und so gingen die anderen schon mal vor. Als ich dann auch fertig war und gehen wollte, liess sich die Tuere nicht oeffnen. Zuerst dachte ich, dass die Tuer nur ein wenig klemmt. Aber dann realisierte ich, dass Lotta mich unabsichtlich eingesperrt hatte. So musste sie noch mal zurueckkommen, um mich rauszulassen. Beim Abendessen machten wir dann Planungen fuer unseren Weihnachtsabend. So beschlossen wir zu wichteln. Jeder zog den Namen einer Person aus unserer Gruppe. Fuer denjenigen kauft man ein nettes Weihnachtsgeschenk. Niemand weiss, wer wen beschenken wird. Wir machen auch zuvor kleine Presente, um es spannender zu machen oder aber zu verwirren. So habe ich meiner Person heute eine Nikolausmuetze aufs Bett gelegt. Hihi… Ansonsten liegen wir hier am Strand, gehen im Meer schwimmen, bummeln die netten Laeden mit Souvenirs entlang, essen frische Meeresfruechte, trinken Cocktails….lassen es uns einfach gut gehen. Das Meer hier ist rauher als in Goa. Die Wellen sind gross und stark – wie am Atlantik. Man kann also mit dem ‘Bodybord surfen’. Es macht Spass in diesen Wellen herumzutollen!
Daher realisiere ich noch gar nicht richtig, dass morgen Weihnachten ist. Und dennoch vermisse ich euch – Familie und Freunde. Dieses Weihnachten wird anders…ein neues Erlebnis, eine neue Erfahrung.
Ich wuensche euch allen ein frohes Fest, einen guten Rutsch und alles Gute fuer das neue Jahr 2009!!!

Montag, 22. Dezember 2008

Backwatertour in Alleppey



Am Bahnhof angekommen, warfen wir einen Blick auf die “Reservierungstafel”. Am Tag zuvor standen wir alle noch auf der Warteliste. Nun hatten fuenf von sieben einen Sitzplatz bzw. ein Bett – das bedeutete, dass zwei von den fuenf ihr Bett teilen mussten. Bei den schmalen und unbequemen Betten in den Zuegen, vor allem in der ‘Sleeper Class’, nicht gerade ein Vergnuegen. Unsere beiden Paerchen erbarmten sich. Mitten in der Nacht sah ich Christophe zwischen den Betten auf dem Boden liegen, gebettet auf unseren Rucksaecken. Es war anscheinend zu unbequem und zu warm zu zweit in einem Bett. Ich konnte das nachempfinden. Ueber Tag schwitzte ich in diesem Zug trotz Ventilatoren. Es war extrem heiss. Am Nachmittag kamen wir endlich in Alleppey an. In unserem Gaestehaus erwartete uns die naechste schlechte Nachricht: anstatt der gebuchten Doppelzimmer, war nur ein riesiges Zimmer fuer uns alle zusammen verfuegbar. Aber wir sind ja flexibel und reisen nun schon einige Zeit zusammen, sind uns also vertraut…und es soll ja auch nur fuer eine Nacht sein. Nach kurzer Eingewoehnungsphase teilten wir uns auf…die einen zogen los um Zugtickets fuer den uebernaechsten Tag Richtung Sueden zu kaufen und die anderen fuhren zum Steg der Hausboote um Preise zu vergleichen und ein Boot zu organisieren. Zum Abendessen trafen wir uns alle in dem gemuetlichen, mit Kerzen beleuchteten Garten des Gaestehauses. Anschliessend folgten wir der Einladung in einem kleinen gemuetlichen Raum bei einem Bier dem Gitarrenspiel einiger Gaeste und Angestellter zu lauschen. Die Atmosphere war sehr ‘chillig’ und ungezwungen. Irgendwann ueberkam uns die Muedigkeit und wir gingen schlafen. Am naechsten Morgen liess das Fruehstueck leider etwas zu lange auf sich warten, so dass einige von uns sich mit leerem Magen auf Bootstour durch die Backwaters begaben. Das Hausboot aus Holz und Bambus war der absolute Luxus - vorne direkt hinter dem Steuer des Bootes ein ‘offenes Esszimmer’ mit Tisch und Stuehlen, darueber eine Art Terasse mit Baenken, Stuehlen und Liegeflaeche mit Matratzen. Die drei Schlafzimmer erstreckten sich bis zum hinteren Teil des Bootes. Da wir zu zehnt waren, mussten einige mit einer Matratze auf dem Boden vorlieb nehmen. Es kam uns die Idee, zu losen. wer mit wem welches Zimmer teilt – um uns mal ‘neu zu mixen’. Ganz am Ende des Bootes befand sich eine kleine Kueche. In unserem Trip war Mittagessen, Kaffee/Tee, Abendessen und am naechsten Tag Fruehstueck inklusive. Kurz nach 11h ging es dann endlich los – die Backwaters entlang. Die Backwaters sind von Palmen und Bananenbaeumen gesaeumte Wasserwege in Kerala. Am Ufer sahen wir Frauen Waesche waschen, grosse Werbetafeln, Schilder mit “Kollam 3km”, Kinder in Haengematten und vieles mehr. Fischer kamen mit ihren kleinen Kanus an unser Boot und boten uns frische Riesengarnelen an. Wir genossen die Sonne an Deck, lasen ein Buch, spielten Karten und liessen es uns gut gehen. Das Essen war in Ordnung, aber meist zu wenig. Als wir am Abend an einem Ufer anlegten, nutzten die meisten von uns die Gelegenheit einen Sprung vom oberen Deck ins warme Nass zu wagen. Beim Bauchplatscher von Christophe konnten wir alle die Schmerzen nachempfinden. Nach dem Abendessen sassen wir gemuetlich bei einem Bier zusammen. Spaeter hatte jemand die glorreiche Idee, Verstecken auf dem Boot zu spielen. Dazu mussten wir erst mal das Personal ueberzeugen alle Lichter auf dem Boot auszumachen. Beim Suchen war es da schon ein bisschen gruselig und die Verstecke sehr originell – die Jungs klammerten sich von aussen ans Boot, um nicht entdeckt zu werden. Vor dem Zubettgehen lief mir eine Kakalake ueber den Weg – ich durfte gar nicht daran denken, dass ich mich waehrend des Spiels, in diesem Zimmer unter dem Bett versteckt hatte. Das Bettproblem wurde dadurch geloest, dass ein paar der Jungs auf dem oberen Deck ‘open air’ schliefen. Am naechsten Morgen erreichten wir noch waehrend des Fruehstuecks bereits wieder den Hafen. Dort hiess es Abschied nehmen – von den beiden Italienern. Der eine flog zurueck in die Heimat und der andere zurueck nach Ahmedabad fuer den naechsten ‘term’ an der Uni (IIMA). Der Rest der Gruppe ging entweder ins Internetcafe oder zum Strand. Zum Mittagessen trafen wir uns wieder, um anschliessend zum Bahnhof zu fahren. Dort angekommen, stellten wir fest, dass unser Zug drei Stunden Verspaetung hatte. Die einen nutzten das Angebot per Taxi 1 ½ Stunden nach Varkala zu fahren, die anderen fuhren zurueck in die Stadt, um in Internetcafes Dinge zu erledigen. Ich entschied mich fuer die zweite Option und schrieb den Bericht ueber Goa. So trafen wir uns gegen 17.30h erneut am Bahnhof. Unser Zug hatte noch immer Verspaetung. Wir konnten aber die Gelegenheit nutzten, einen anderen Zug zu nehmen, der eher eintraf. Wir fragten den Schaffner, ob wir mit unserem Ticket einsteigen durften. Da es sehr billige Tickets waren, durften wir nur in einem der Wagons im Gang stehen. Aber fuer 1 ½ Stunden geht alles. So kamen wir dann am Abend in Varkala an.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Goa





Waehrend den fuenf ruhigen, entspannten Tagen am Campus in Ahmedabad hatte ich gelegentlich das Gefuehl nicht mehr hierher zu gehoeren - fast alle Austauschstudenten waren entweder bereits zurueck in der Heimat, auf Reise irgendwo in Indien oder aber bei diesem ERI-Kurs. Es kam mir sogar zu Ohren, dass bereits einige der Austauschstudenten fuer den naechsten ‘term’ am Campus eingetroffen waren. Ich nutzte die Tage, um ein Paket nach Hause zu schicken mit all den Sachen, die ich nun auf meiner Reise nicht mehr benoetige, Souvenirs einzukaufen und Reiseplanungen zu machen.

Am 10.Dezember hiess es schliesslich Abschied nehmen – aber ich war nicht die einzige…insgesamt versammelten sich an diesem Abend ca.12 Austauschstudenten am Haupteingang, um in unterschiedliche Teile Indiens zu stroemen. Es war schon ein bisschen traurig…wir Austauschstudenten verabschiedeten uns untereinander und es waren sogar ein paar indische Studenten gekommen, um ‘Auf Wiedersehen’ zu sagen…es war eine schoene Zeit am Campus!!

MUMBAI/BOMBAY(Nachtrag)
In meiner Reisegruppe waren wir zu sechst.Wir fuhren zum Bahnhof mit all unserem Gepaeck– mit dem Ziel Mumbai/Bombay. Wir hatten zuerst überlegt diesen Zwischenstopp auf unserer Reise nach Goa wegen den schlimmen Ereignissen in Mumbai abzusagen. Wir haben versucht andere Zugtickets zu organisieren. Doch es war alles ausgebucht. So beschlossen wir, unsere Reise wie geplant durchzuführen und nicht, wie von den Terroristen gewollt, dieser wunderbaren Stadt fernzubleiben. Mir gefielen auf Anhieb die schwarz-gelben Taxis. Zwei davon brachten uns früh am Morgen zu unserem gebuchten Hotel, in dem Anders und Helena uns erwarteten. Wir hatten das Familienzimmer gebucht, in dem wie bei Schneewittchen und den sieben Zwergen 10 Betten in einer Reihe hintereinander standen. Die Decke war so tief, so dass die Jungs so eben aufwärts stehen konnten. Es gab für uns alle eine Dusche und eine Toilette. Aber wir organisierten uns ganz gut...Dann hiess es erst mal frühstücken...Helena und Anders hatten bereits in den Tagen zuvor eine gute Bäckerei ausfindig gemacht, in der es leckere Schoko-Croissants, Kuchen, Schokolade und vieles mehr gab. Anschliessend schauten wir uns die Stadt ein wenig an...natürlich auch das Taj Hotel und das India Gate. Sonst schlenderten wir durch die Strassen und besuchten das ein oder andere Geschäft. Danach machten wir ein kleines Nickerchen im Hotel. Zum Mittagessen waren wir mit zwei indischen Freunden von Helena und Anders verabredet. Ein Taxi ist auf dem Weg dorthin leider verloren gegangen. So trudelten ein paar von uns etwas später ein als die anderen. Nach dem Essen gingen wir in einer Bar etwas trinken und eine Wasserpfeife rauchen. Dabei entstand eine Art Wettbewerb, wer von uns den meisten Rauch in den Raum bläst. Da Lotta, Christophe und ich noch ein bißchen mehr von der Stadt sehen wollten, machten wir uns auf. Wir gingen zum Strand von Mumbai, an dem entlang die ganzen Wolkenkratzer stehen. Nach ein paar Fotos und einem Snack am Strand, fuhren wir per Taxi zu einem Aussichtspunkt. Doch wer war das dort auf der Strasse in seinem orangen T-Shirt?? Es war Max...einer von den Austauschstudenten aus Frankreich. Wir machten dem Fahrer klar, dass er halten sollte und Lotta rannte Max hinterher. So besuchten wir zu viert einen netten Park, von dem man leider doch keine Aussicht auf die Stadt hatte. Wir unterhielten uns eine ganze Weile lang, bevor Max sich aufmachen musste, um seinen Flieger zurück nach Frankreich zu nehmen. Wir anderen drei fuhren zurück zum Hotel. Nickerchen, Dusche und schon ging es weiter. Wir trafen uns mit Freunden von Helena und Anders in einem Pub. Das Essen war zum Teil nicht so gut, aber dafür das Bier, die Cocktails, das gesalzene Popcorn, die Musik...ein paar von uns spielten eine Runde Billiard. Alle Bars und Clubs machten in Mumbai spätestens um 24.00h zu. Auf dem Nachhauseweg hielten wir noch an einem Strassenladen an...es war wie eine Eisdiele...es gab Eis, frische Fruchtsäfte, Joghurtdrinks...und open air Sitzplätze. Alles war echt klasse!!Im Hotel angekommen, hiess es dann auch schnell für alle: Gute Nacht! Am nächsten Morgen wollten wir zunächst in einem Delikatessladen frühstücken. Anders und Helena hatten das Frühstück bereits wenige Minuten zuvor getestet und waren nicht überaus begeistert. Die Italiener waren von italienischem Käse etc. so hingerissen, dass sie jeden Preis bezahlt hätten. Lotta, Christophe und ich hechteten wieder zu dem Bäcker vom Vortag, denn unser Magen hing mittlerweile wirklich auf dem Boden. Die anderen folgten uns später. Nachdem jeder nun, egal wo, gefrühstückt hatte, schwärmten wir in Gruppen in die verschiedenen Richtungen aus zum Stadtbummel. Ich war wie immer mit Lotta und Christophe unterwegs. Meine Ausbeute: eine Bluse, ein Paar Kleine Muck-Schuhe aus Kamelleder und selbst hergestelltes, pflanzliches Parfum. Irgendwann überkam uns der Durst und wir mussten dringend etwas trinken. So gingen wir direkt in dieses Lokal an der nächsten Ecke. Kaum sassen wir, bemerkten Lotta und Christophe in welchem Lokal wir sassen...es war das Leopold Cafe...dort, wo vor 10 Tagen Menschen erschossen worden waren. Ein eigenartiges Gefühl. Doch der Laden wirkte, als sei nichts passiert...bis auf ein paar Fenster ganz oben an der Decke, die keine Scheiben mehr hatten und Einschusslöchern an der Wand. Das Lokal war sehr gut besucht und man sah allgemein viele Touristen in der Stadt. Wir tranken rasch zu Ende und setzten unseren Einkaufsbummel fort. Wir liessen uns in ein Viertel fahren, dass v.a.bekannt ist für seinen Goldschmuck. Ich muss zugeben, so allmählich wurden mir die Beine schwer. Irgendwann hatten wir dann auch genug und versuchten ein Taxi zurück zum Hotel zu bekommen. Aber keiner der Taxifahrer wollte uns fahren. Nachdem wir es bei ca.drei bis fünf Taxis versucht hatten, stellten wir fest, dass unser Hotel nur wenige Gehminuten entfernt lag. Dann erst konnten wir die Taxifahrer verstehen und machten uns zu Fuß auf den Heimweg. Nickerchen, Dusche und schon mal ein kleiner Drink...bevor es losging zu einem verdammt teuren Restaurant - bedeutet europäische Preise. Das Essen war sehr lecker, aber nicht wirklich reichlich. Im Restaurant trafen wir dann auf Simon und Thierry, zwei weitere von uns Austauschstudenten. Nach dem Essen ging es per Taxi in einen anderen Teil der Stadt zu einer Diskothek. Wir mussten davor ein wenig warten, da eines der Taxis auf der Fahrt einen Platten hatte. Schliesslich waren alle da und wir trafen in der Disko noch unsere indischen Freunde von gestern. Es war sogar eine Live-Band da. Wir hatten sehr viel Spaß!! Doch auch die Diskotheken machen in Mumbai spätestens um 24.00h zu...viel zu früh für uns! So fuhren wir wieder per Taxi zur Wohnung eines befreundeten indischen Paares. Die Wohnung war wirklich ein Traum...recht geräumig, grosse Fenster...und vom Schlafzimmer hatte man einen Blick direkt aufs Meer!! So tranken, assen, tanzten, quatschten wir hier einfach weiter...bis in die frühen Morgenstunden. Es war leider nicht viel Zeit für Schlaf...nach ca.drei - vier Stunden hiess es aufstehen, Tasche fertig packen und per Taxi Richtung Bahnhof, der etwas ausserhalb der Stadt lag...



...und dieses Mal lautete unser Ziel Goa, d.h. Sonne, Strand und Meer. Es war eine lange Fahrt. Eigentlich war fuer uns ‘Madgaon’ die Endstation…aber Lotta hatte einen Abholservice vom Hotel aus arrangiert, was bedeutete, dass wir eine Station vorher aussteigen mussten. Man sollte also aufpassen, den Ausstieg nicht zu verpassen. Alle haben es geschafft…bis auf unsere beiden Italiener und Simon. Nichts desto trotz haben wir uns spaeter alle in unserem Gaestehaus in Calangute wiedergetroffen, wo bereits ein paar andere von uns auf uns warteten. Wir waren also insgesamt nun eine Gruppe von 12 Studenten. Es war ein Traum…zwei separate Wohnungen ganz fuer uns alleine – mit jeweils 6 Leuten. Die eine Wohnung war ebenerdig und hatte zwei Badezimmer, die andere war um die Ecke auf der ersten Etage und hatte eine grosse Terasse. Und das Beste…hinter dem Haus gab es einen ca.10 Meter langen Weg, der direkt am Strand endete!!! Dort gab es viele Strandrestaurants, die einem bei Verzehr von Essen und Getraenken auch Sonnenliegen kostenlos zur Verfuegung stellten. Wir sehnten uns nach Faulenzen und Sonnenbaden…jedoch mussten vier von uns darauf noch etwas warten…fuer Helena, Lotta, Christophe und mich hiess es am naechsten Tag frueh aufstehen…es war der erste Tag von unserem viertaegigen Tauchkurs!!!( Verzeih’ mir erneut Mama…ich wollte dich nicht beunruhigen. Mir geht es gut!!) Um 7.30h machten wir uns bereits auf den Weg, da der Kurs um 8.00h anfangen sollte. Das erste Problem war, den richtigen Ort zu finden…der Taxifahrer verstand nicht wo wir hin wollten und wir kannten uns natuerlich auch nicht aus. Doch schliesslich fanden wir das Sun Village Resort und unseren Anbieter “Barracuda Diving”. Es war jedoch weit und breit niemand zu sehen. Also riefen wir die angegebene Nummer an. Ein junger Mann teilte uns mit, dass der Kurs erst um 10h startet. Also machten wir uns auf, um zu fruehstuecken…nicht so einfach…in Goa fruehstueckt man anscheinend erst gegen 10h/11h… wahrscheinlich weil es hauptsaechlich aus Bars, Restaurants und Clubs besteht und sehr touristisch ist. Wir landeten in einer Huette direkt neben der Strasse, wo es Chai und Omlette mit Toast gab – perfekt! Dann schlenderten wir zurueck und es war tatsaechlich jemand da. Eine nette Frau – ich glaube, sie kommt wie die Tauchlehrer aus England – empfing uns. Zunaechst mussten wir Formulare ausfuellen – Adresse, Gesundheitszustand, etc. Unser Kurs nennt sich ‘Open Water Diving Kurs’, der einen Test am Ende beinhaltet. Bei Bestehen erhaelt man ein Zertifikat, mit dem man ueberall in der Welt tauchen gehen kann. Deshalb mussten wir uns erst einmal drei Videos anschauen, in denen grundlegende Dinge erlaeutert wurden und jeweils anschliessend einen kleinen Test machen – zur Ueberpruefung, ob wir auch alles verstanden hatten. Wir waren zu fuenft – wir vier Studenten und ein Familienvater aus England, dem es zu langweilig war, mit seiner Frau und Toechtern faul am Strand und Pool zu liegen. Mittagspause machten wir im Hotel. Man fuehlte sich hier nicht wie in Indien…es haette auch ein Luxuxhotel irgendwo in der Tuerkei oder Griechenland sein koennen. Nach der Mittagspause bekamen wir Tauchanzug, Flossen, Schnorchel fuer unsere ersten ‘Gehversuche’ im Pool. Einer der Lehrer erklaerte uns zunaechst die Ausruestung (Sauerstoffflasche etc.), wie man sie zusammensetzt, auf Funktionstuechtigkeit kontrolliert und richtig benutzt. Anschliessend ging es mit kompletter Ausruestung in den Pool und wir machten unsere ersten Uebungen. Das Atmen unter Wasser per Sauerstoffflasche hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Wir lernten Fingerzeichen unter Wasser fuer ‘ok’, ‘nicht mehr viel Sauerstoff’, ‘Problem’ etc., zogen die Tauchmaske unter Wasser aus und wieder an, wechselten beim Atmen von Sauerstofftank zu Schnorchel und wieder zurueck und noch vieles mehr. Am Ende waren wir froh, neben all der Theorie am Morgen auch praktische Erfahrungen gemacht zu haben. Chris, der Familienvater, lud uns auf ein Bier ein. Danach machten wir uns auf zum Strand zu den anderen. Es war mittlerweile schon fast 18h und die Sonne ging unter. Die drei Italiener in unserer Gruppe hatten angeboten fuer uns Pasta mit Kaesesosse zu kochen. Sie schwitzten ‘oben ohne’ hinterm Herd und sangen lauthals italienische Lieder. Zu Pasta gab es leckeren Rotwein. Es war ein super Essen – in der Art sehr selten hier in Indien! Am naechsten Tag gingen wir vor dem Kurs in einer Strandhuette fruehstuecken. Zum Start schauten wir uns erneut ein Video mit anschl.Test an, bevor es fuer mehr Uebungen in den Pool ging. Unsere Lehrer schlugen uns vor den abschliessenden Test bereits heute zu machen, da wir alle wichtigen Informationen mittels der Videos bekommen hatten. Also machten wir kurz Mittagspause, bekamen eine letzte intensive Unterrichtseinheit und absolvierten den Test. Fazit: alle bestanden!!! Nun fehlten uns nur noch die Tauchgaenge im Meer, mit denen wir am naechsten Morgen starten sollten. Wir machten uns auf zum Strand, wo ich erst mal zwei Stunden schlief, bevor wir uns schon wieder zum Abendessen fertig machten. Wir gingen zu einem sehr gemuetlichen Restaurant, in dem ich nach Monaten ein leckeres Pfeffersteak ass. Anschliessend trafen wir in einer Bar auf Tim - einen unserer Tauchlehrer. Nach einem Getraenk fuhren wir Taucher aber zurueck zum Gaestehaus. Am naechsten Morgen wurden wir um 8.30h zu unserem ersten Tauchgang im Meer abgeholt. Zuerst ging es ca.45 Minuten per Boot hinaus aufs Meer. Waehrenddessen erhielten wir die letzten Informationen und Anweisungen. Und dann ging es los…Ausruestung an, Kontrolle ob alles funktioniert und erst mal ins Wasser…das Wichtigste: das Meer ist nur ein riesiger Pool (Zitat Andy – mein Tauchlehrer)…frei nach diesem Motto gingen wir ca. 7 Meter unter Wasser und machten dieselben Uebungen wie im Pool. Es klappte alles wunderbar! Nach einer Pause auf dem Boot gingen wir erneut unter Wasser und ‘besichtigten’ ein gesunkenes Schiff…total aufregend!!! Wir sahen viele verschiedene Fische, obwohl die Sicht hier im Arabischen Meer lediglich 2-3 Meter betrug. Es war trotzdem eine tolle erste Erfahrung!! Auf dem Rueckweg sahen wir vom Boot aus sogar ein paar Delfine!! Traumhaft! An diesem Abend schlenderte ich mit Helena die Geschaefte entlang, bevor wir alle zusammen in einer Strandhuette assen. Der naechste Tag war unser letzter Tauchtag. Diesmal machten wir weniger Uebungen unter Wasser, sondern erforschten die Unterwasserwelt. Ich bin froh, dass ich den Kurs gemacht habe!! Ich habe das Meer schon als Kind geliebt. Wir hatten viel Spass und ich denke, ich werde irgendwo noch mal tauchen gehen, wo die Sicht wesentlich besser ist und man noch mehr entdecken kann. An dem abend gingen wir nicht nur in dem leckeren Restaurant essen, sondern auch alle zusammen in eine Diskothek und tanzten zu R’n’B und Hiphop bis in den fruehen morgen. Am naechsten Tag genossen wir ‘Taucher’ dann auch mal den Strand, bevor wir uns am Abend wieder zum Bahnhof aufmachen mussten. Unser naechstes Ziel: Alleppey in Kerala.

Montag, 8. Dezember 2008

Rafting nahe Rishikesh



Unsere “Austauschstudenten-Abschiedsparty” war wirklich gut organisiert…auf der Dachterasse eines der Wohnheime hat ein Caterer-Team Essen zubereitet, Getraenke standen bereit und man konnte sich auf Matratzen sitzend ueber die vergangenen Monate unterhalten oder aber zu internationaler Musik ausgelassen tanzen. Der Abend verging natuerlich wie im Flug…

Am naechsten Morgen hiess es zeitig aufstehen. Wir hatten uns fuer 8.00Uhr am Haupteingang verabredet. Mit meiner deutschen Puenktlichkeit war ich die erste am Treffpunkt. Johan kam mir entgegengetorkelt und faselte etwas von ‘Fruehstueck organisieren’. Auch Anders war noch ein wenig angetrunken. Wir anderen hatten mehr mit unserer Muedigkeit zu kaempfen. Nachdem alle eingetrudelt waren und man sichergestellt hatte, alle wichtigen Dinge dabei zu haben, teilten wir uns auf drei Rikschas auf und es ging ab Richtung Bahnhof. Ich denke, nicht nur mir graute es vor 27 Stunden Zugfahrt. Der Zug stand schon bereit und unser Abteil war schnell gefunden. Wir hatten gluecklicherweise ein Abteil fuer uns alleine. Also machten wir es uns gemuetlich. Neben lesen und Musik hoeren, habe ich den Nachmittag mit schlafen verbracht…und so auch die ganze Nacht. Daher gingen die Stunden fuer mich sehr schnell vorbei. In Haridwar nahe Rishikesh angekommen, erwartete uns Louis bereits. Er war derjenige, der uns waehrend unserer Rafting-Tour mit dem Kajak begleitete und Fotos von uns machte – eine CD mit ca.300 Bildern! Wir stiegen in einen weissen Minibus und fuhren, nach einem Stop fuers Mittagessen, zum Hauptquartier der Rafting-Agentur. Dort packten wir alle Dinge, die wir auf der Tour benoetigten in einen sog.’Drybag’, in dem die Sachen vor Wasser geschuetzt waren. Ausserdem bekamen wir ‘wetsuits’ – das sind spezielle Einteiler, die trotz Naesse waermen, aehnlich wie ein Tauchanzug. Nach Tee und Keksen ging es dann ca.6 Stunden mit dem Minibus in die Berge. Es war bereits dunkel als wir ‘das Camp’ direkt neben dem Fluss erreichten. Wir teilten uns auf die zur Verfuegung gestellten Zelte auf. Auch Schlafsaecke und Matten waren bereits in den Zelten fuer uns bereitgestellt. Zum Abendessen setzten wir uns alle um das Lagerfeuer herum und jeder stellte sich der Gruppe kurz vor. Die Gruppe bestand aus uns sieben Austauschstudenten, einer Polin, einem Kanadier – beide unser Alter - , unserem ‘Guide’ Eddie und seiner Freundin aus der Schweiz, Louis aus Grossbritannien und seiner Freundin aus den Niederlanden und einem Inder – also ein internationaler Mix. Wir waren von der Reise doch etwas erschoepft und gingen frueh schlafen. Neben den Schlafzelten gab es auch ein ‘Toilettenzelt’ fuer die natuerlichen Beduerfnisse. Anstatt Toilettenwagen musste hier in der Wildnis eben ein Loch im Boden reichen. Am naechsten Morgen war es recht frisch, aber eine tolle Landschaft! Das Fruehstueck war echt lecker wie all das Essen waehrend des Trips – besser als am Campus. Anschliessend zogen wir uns ‘wetsuits’, Jacke, Rettungsweste und Helm an und ab ging es mit alle Mann ca.1 Stunde per Minibus zu unserem Startpunkt. Bevor es zu Wasser ging, erhielten wir von Eddie eine Einweisung wie wir richtig auf dem Raft sitzen, wie wir synchron paddeln, wie wir uns verhalten sollen, falls wir vom Raft ins Wasser fallen usw. Und dann ging es los… Gosha und Eddies Freundin fuhren mit uns auf dem Raft. Theissen paddelte per Kajak vor/hinter/neben uns – wie die drei Restlichen der Gruppe, die fuer unsere Sicherheit sorgen sollten, falls wir ueber Bord gehen sollten. Die erste Stromschnelle war ein komisches Gefuehl, aber es machte Spass!! Gefaehrliche Stellen wurden vorher von Eddie genauestens analysiert. Ich fuehlte mich zu jedem Zeitpunkt sicher. An dem Tag waren wir bereits am Nachmittag zurueck am Camp. Es wurde Holz fuers Lagerfeuer gesucht, Haare im Fluss gewaschen, die Gegend erkundet. Am naechsten Morgen brachen wir die Zelte ab und packten alles zusammen – zum Teil aufs Raft und zum Teil in den Minibus. Dann ging es per Raft und Kajak den Fluss entlang. Dies war der einzige Tag auf der Tour mit bewoelktem Himmel. Es war eine echte Ueberwindung an diesem Morgen die noch nicht vollstaendig trockenen Sachen wieder anzuziehen. Wir passierten ein paar aufregende Stellen im Fluss. Im ruhigen Gewaesser warfen die Jungs sich gegenseitig ins Wasser – und das war verdammt kalt! Mittagspause machten wir am Flussufer – mit mitgebrachten, fertig gekochten Kartoffeln und Gemuese. Mittlerweile hatte sich auch die Sonne wieder blicken lassen. Am Spaetnachmittag erreichten wir einen kleinen Strand, an dem bereits der Rest der Crew Tee vorbereitet hatte. Unsere Zelte mussten wir selbst aufbauen, nachdem wir uns erst mal trocken gelegt hatten. Nicht jeder ist ein Meister darin…und bei manchem ‘Zeltteam’ gab es Koordinationsschwierigkeiten. Aber letztendlich standen alle Zelte und wir sassen ums Lagerfeuer herum. Spaeter gab es Huehnchen und Lamm frisch vom Grillfeuer, neben Spaghetti mit Tomatensosse und Gemuese. Am naechsten Morgen genossen wir die aufgehende Sonne ueber Fluss und Landschaft – der eine mit ner Tasse Tee, der andere beim Zaehneputzen. Es hiess erneut alle Zelte abbrechen und unsere Sachen in den Minibus laden. Dann ging es den letzten Teil flussabwaerts. Hier mussten natuerlich auch Eddie und wir Maedels dran glauben…einmal nicht aufgepasst und schon befand man sich im Wasser. Am Ende wurden wir noch mal mit Essen versorgt, bevor wir uns trockene Sachen anzogen und uns auf die vierstuendige Fahrt zurueck zum Hauptquartier in Rishikesh machten. Direkt nebenan gab es ein Hotel, in dem Eddie fuer uns Zimmer reserviert hatte. Es gab Probleme mit dem warmen Wasser zum Duschen…also beschlossen die meisten, dies auf den naechsten Morgen zu verschieben. An dem Abend sassen wir noch gemeinsam in einem der Zimmer zusammen und spielten Karten. Am naechsten Morgen gingen wir mit der ganzen Gruppe gemeinsam im Ort fruehstuecken – mal wieder richtig lecker! Danach hiess es auch schon Sachen zusammenpacken und sich auf den Weg zum Bahnhof begeben. Nur Helena und Anders blieben fuer ein paar Tage in Rishikesh. Zwei unserer Jungs stiegen in Delhi aus und ich fuhr mit Lotta und Chistophe wieder 28 Stunden zurueck nach Ahmedabad - wobei die klimatisierte Klasse vom Hinweg schon besser war als die nicht klimatisierte auf dem Rueckweg. Insgesamt war es ein toller Trip und wir hatten viel Spass!!