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Mittwoch, 7. Januar 2009

Varkala - Teil zwei



In der Woche nach Weihnachten unternahmen wir nicht wirklich viel. Statt dessen machten wir einfach nur Urlaub...d.h. morgens aufstehen, lecker frühstücken gehen, bißchen an den Shops entlang schlendern und die letzten Souvenirs besorgen, sich am Strand in der Sonne räkeln, ab und zu eine leichte Abkühlung im Meer genießen und in den Wellen toben, abends lecker essen gehen...
Einen Nachmittag verbrachten wir am sog.Black Beach - ein kleiner Strand, der etwas weiter entfernt lag und an dem es einen breiten Streifen schwarzen Sand gab, auf dem man sich aber nicht hinlegen konnte weil es einfach zu heiss war.
Wir verbliebenen fünf hatten uns dazu entschlossen an einem Abend einen Kochkurs zu machen, bei dem uns gezeigt werden sollte wie man typisches Essen in Kerala zubereitet. Zunächst mussten die verschiedenen Gewürze, Kräuter und Gemüsesorten klein geschnitten werden...Ingwer, Karotten, Zwiebeln etc. Dies war vor allem eine Herausforderung als, wie jeden Abend hier, die Elektrizität von 20.00h bis 20.30h abgeschaltet wurde. Aber wofür gibt es Kerzen und Kopf-Taschenlampen!!So konnten wir unsere Vorbereitungen ungehindert fortsetzen...danach wurde der Fisch für das Fisch-Byrani (Reis mit Fisch untereinander)sauber gemacht und vorbereitet, das Hühnchenfleisch für das Hühnchencurry angebraten,schon mal unsere Vorspeise - Paneer (eine Art Käse) mit Gemüse im Wok gebraten - zubereitet,...eine andere besondere Herausforderung war das Parota - ein Brot typisch für Kerala. Der Teig wurde nicht nur einfach in kleine Portionen zerlegt, sondern auch in besonderer Weise ausgerollt, durch die Luft geschleudert und in Schneckenform zusammengelegt. Später wurde dieser dann platt geklopft, auf einer Art Platte, die man auch dazu benutzen könnte um Crepes zu machen, gebraten und mit Käse bestreut...mmmhhh...sehr lecker!!Nach drei Stunden in der Küche mit unserem netten indischen Koch, durften wir schließlich draußen an einem Tisch Platz nehmen und unser selbst gekochtes Essen genießen...

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachten in Indien



Es war soweit…es war der 24.Dezember 2008 in Varkala, Kerala, Suedindien: Am Morgen habe ich mir zum Fruehstueck ein Croissant ‘auf die Faust’ gekauft und habe die letzten Geschenke besorgt. Dann bin ich mit Lotta und Helena ‘just for fun’ zu einem ajurvedischen Arzt gegangen. Dieser stellte dann fest, dass ich zu 90% Wasser, 5% Luft und 5% Feuer bin – ich wusste es schon immer...in meinem frueheren Leben war ich ein Fisch ;-)) Nach dem Mittagessen ging es zum Strand. Dort ueberraschten uns Sarah und Anders mit Nikolausmuetzen und Suessigkeiten fuer alle. Wir machten ein Weihnachtsgruppenfoto. Als die Sonne untergegangen war, machten wir uns fertig fuer den Weihnachtsabend. Fuenf von uns wollten in die Kirche, die sich IRGENDWO im Zentrum befinden sollte. Wir mussten uns beeilen...es war bereits 19.45h und um 20h sollte die Messe anfangen. Nach Diskussionen mit Rikschafahrern und einem kurzen Weg zu Fuss fanden wir schliesslich die Kirche. Die Messe begann dann schliesslich um 20.30h. Es war eine sehr kleine Kirche – mit Krippe und einfachen Holzbaenken. Die Messe wurde in Hindi oder der Sprache in Kerala abgehalten. Wir haben also nichts verstanden. Und dennoch...die Abfolge ist hier genauso wie bei uns in Deutschland. Es war sehr interessant und ich bin froh, dass ich dort war – auch wenn die anderen drei im Strand-Restaurant ueber eine Stunde auf uns warten mussten. Das Essen war leider nicht so lecker, oder vielmehr dass Lammfleisch. Dann verteilten wir unsere Wichtelgeschenke und es wurde geraten, wer wen beschenkt hat. Es war sehr lustig und jeder hat sich sehr ueber die Geschenke gefreut. Dann ging es ab zur naechsten Bar mit Musik und Tanzflaeche. Dort haben wir dann noch ein lustiges Geschenkespiel gespielt. Die Geschenke – verpackt – wurden in die Mitte des Tisches gelegt. Es wurde gewuerfelt und bei jeder sechs durfte man sich ein Geschenk nehmen. Dann wurde ein Timer gesetzt. Waehrend der Zeitspanne, die nur einer von uns kannte, wurde gewuerfelt und bei jeder drei durfte man ein Geschenk von jemand anderem stehlen. Die Geschenke, die nach Ablaufen der Zeit vor einem liegen, darf man auspacken und behalten.Hierbei habe ich ein Aprikosenpeeling, ein kleines Portemonaie und ein Snickers ergattern koennen. Wir tanzten und tranken Cocktails bis in die fruehen Morgenstunden. Dann setzten wir uns noch fuer eine kurze Zeit am Meer im Sand zusammen, bevor wir muede ins Bett fielen.

Heute – am 25.Weihnachtstag – herrscht eine etwas traurige Stimmung. Nach und nach verlaesst der eine und der andere die Gruppe. Ab morgen sind wir nur noch zu fuenft. Aber dennoch werde ich meine letzten Tage hier geniessen...und freue mich gleichzeitig wieder auf die Heimat.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Varkala - Teil eins



Zunaechst hatten wir Probleme unser Gaestehaus zu finden, waren am Ende aber doch erfolgreich. Dann hiess es erst einmal ab unter die Dusche. Anschliessend trafen wir den Rest der Truppe, der bereits in einer Bar am Strand Cocktails schluerfte. Ich war wie immer etwas langsamer…und so gingen die anderen schon mal vor. Als ich dann auch fertig war und gehen wollte, liess sich die Tuere nicht oeffnen. Zuerst dachte ich, dass die Tuer nur ein wenig klemmt. Aber dann realisierte ich, dass Lotta mich unabsichtlich eingesperrt hatte. So musste sie noch mal zurueckkommen, um mich rauszulassen. Beim Abendessen machten wir dann Planungen fuer unseren Weihnachtsabend. So beschlossen wir zu wichteln. Jeder zog den Namen einer Person aus unserer Gruppe. Fuer denjenigen kauft man ein nettes Weihnachtsgeschenk. Niemand weiss, wer wen beschenken wird. Wir machen auch zuvor kleine Presente, um es spannender zu machen oder aber zu verwirren. So habe ich meiner Person heute eine Nikolausmuetze aufs Bett gelegt. Hihi… Ansonsten liegen wir hier am Strand, gehen im Meer schwimmen, bummeln die netten Laeden mit Souvenirs entlang, essen frische Meeresfruechte, trinken Cocktails….lassen es uns einfach gut gehen. Das Meer hier ist rauher als in Goa. Die Wellen sind gross und stark – wie am Atlantik. Man kann also mit dem ‘Bodybord surfen’. Es macht Spass in diesen Wellen herumzutollen!
Daher realisiere ich noch gar nicht richtig, dass morgen Weihnachten ist. Und dennoch vermisse ich euch – Familie und Freunde. Dieses Weihnachten wird anders…ein neues Erlebnis, eine neue Erfahrung.
Ich wuensche euch allen ein frohes Fest, einen guten Rutsch und alles Gute fuer das neue Jahr 2009!!!