Dienstag, 16. September 2008

Erster Ausflug im Semester - Udaipur



Die Rikscha fuhr mit uns durch endlose kleine Strassen und Gassen. Schliesslich kamen wir am “Dream Heaven Guest House” an. Und fuer uns war es ein Traum. Das Zimmer von Christopher und mir war super schoen und machte die schlechten Erfahrungen in Mt.Abu wett. Es war gross, mit Balkon und wunderbarem Blick auf Udaipur und den See, grosses Bett, geraumiges Bad mit Badewanne und Toilette “Western Style” MIT Spuelung! Leider regnete es bei unserer Ankunft in Stroemen – ein Gewitter. Die Einheimischen freuten sich, da der See nur wenig Wasser fasste. Wir assen also auf der Dachterasse, geschuetzt im Trockenen, und spielten Karten. Nach einer Stunde war das Gewitter aber auch schon wieder vorbei und wir zogen los, um die Stadt zu erkunden – nette, kleine Gassen mit vielen verschiedenen Geschaeften, in denen man sich verlieren kann. Wir schlenderten durch die Strassen bis es dunkel wurde. Dann besuchten wir den “City Palace”. Er thront mit seinen Balkonen, Tuermen und Kuppeln ueber dem See und ist der groesste in Rajasthan. Ueberall wird er von Lampen angestrahlt. Er beherbergt drei Restaurants, ein Hotel und so wie ich das verstanden habe auch den derzeitigen Maharadscha von Udaipur. Vom “Lake Restaurant” hatte man einen wunderbaren Blick auf den weissen “Lake Palace”. Dieser ist durch den James Bond Film “Octopussy” weltberuehmt geworden. Es war herrlich! Lecker gegessen haben wir dann aber in der Stadt – endlich noch mal Fleisch:Chicken Tikka Massala und ein Kingfisher Bier!
Am naechsten Morgen trafen wir dann Renee, aus Koeln, und Teia, aus Kopenhagen, zum Fruehstueck auf der Dachterasse bei strahlendem Sonnenschein. Nach einem leckeren Fruehstueck, spalteten wir uns in zwei Gruppen auf. Die einen wollten shoppen und den Swimming-Pool des City-Palace besuchen und wir anderen wollten per Rikscha die Umgebung erkunden. Los ging es zum Tigerlake oben in den Bergen, in dem angeblich Krokodile schwimmen sollen. Wir trafen indische Jungs, die von den Klippen ins Wasser sprangen und beobachteten Maenner, die ihre Waesche im See wuschen. Die Landschaft hier war wunderschoen und es war sooo ruhig! Anschliessend besichtigten wir das Shilpgram Village, ein Handwerkerdorf. Dort durften wir ueben ein typisch indisches Instrument zu spielen und hatten die Gelegenheit, die verschiedenen selbst hergestellten Produkte wie Lederschuhe, Tuecher und Tonwaren zu kaufen. Dann war es auch so langsam Zeit sich um das Mittagessen zu kuemmern. Lotta fand im Reisefuehrer das Haus “Mountain Ridge”, das mitten in der Landschaft lag und in dem man angeblich was essen konnte. Unser taffer Rikschafahrer brachte uns wirklich ueber Stock und Stein zu unserem Ziel – eine sehr holprige Fahrt! Und dann trauten wir unsreren Augen kaum…dort, mitten in der wunderbaren Landschaft, stand ein wunderschoenes, luxurioeses Haus mit Swimmingpool – der absolute Traum! Der Hausherr, ein Brite, der hier mit seinen adoptierten Kindern aus Indien lebt, empfing uns freundlich. Er zeigte uns direkt das ganze Anwesen, die traumhaften Zimmer, die er vermietet, den Garten mit Pool….wir haetten ihn auch benutzen duerfen! Nach ueber einer Stunde Besichtigung und Ereignissen wie das Auftauchen einer Schildkroete im Garten und die Biene, die Christopher in den Arm stach, sassen wir dann zusammen mit dem Hausherrn und einem seiner Gaeste am Tisch, assen indische leckere Dinge und tauschten uns kulturell aus. Es war mehr wie eine Einladung als ein Restaurantbesuch. Ein einmaliges Ereignis! Wir bezahlten und verabschiedeten uns, um den Sonnenuntergang vom Monsun-Palace aus zu beobachten. Unser geduldiger Rikschafahrer fuhr uns hin. Hier wollten wir dann die anderen treffen. Wir waren zu frueh. Also tranken wir noch einen Tee auf der Terasse und genossen die Aussicht. Aber was war das…zum zweiten Mal an dem Tag dunkle Wolken. Der Himmel riss auf und wir erlebten erneut ein heftiges Gewitter. Wir fluechteten in den Palast. Ungluecklicherweise waren die anderen drei noch auf dem Weg zu uns – eine Rikschafahrt, die sie wahrscheinlich so schnell nicht vergessen werden. Als der Palast schloss, machten wir uns alle wohlbehalten wieder auf den Weg zurueck in die Stadt. Im Hotel nur kurz trockene Sachen an und dann machten wir uns auf zum Abendessen. Ein Restaurant mit Blick auf den wunderbaren Lake Palace. Es war ein wirklich netter Abend, den wir zusammen auf der Dachterasse unseres Hotels ausklingen liessen. Am naechsten Morgen habe ich bei meinen letzten Einkaeufen tatsaechlich einen Elefanten mit Reiter in den Gassen Udaipurs gesehen!! Leider hatte ich meine Kamera im Hotel gelassen :-(. Dann hiess es abreisen und per Bus zurueck nach Ahmedabad. Die Rueckfahrt war wirklich wesentlich angenehmer als unsere erste Fahrt. Ich weiss nicht, was ueberwog, die recht komfortabeln Sitze im Bus oder die gut ausgebaute Strasse. Es war wirklich wie eine Autobahn bei uns – nur nicht so befahren. Man musste sogar Maut bezahlen. Puenktlich zum Abendessen waren wir zurueck an der Uni. Aber vorher wurde noch eine Maschine dunkle Waesche eingeschaltet.

1 Kommentar:

Annemarie hat gesagt…

Und, hab ich dir zu viel versprochen??? Die Berichte hören sich auf jeden Fall gut an!!