Freitag, 29. August 2008

Reise von Jodhpur nach Ahmedabad



Am Morgen in Jodhpur haben wir zwei Maedels lecker gefruehstueckt und wichtige Dinge abgeklaert und organisiert. Danach machten wir uns per Autorikscha auf, um das Fort von Jodhpur zu besichtigen. Es war sehr interessant, da es eine Audiotour auf Deutsch gab, bei der man alle wichtigen Dinge erzaehlt bekam. Es haben uns wieder viele Inder angesprochen und aufgefordert, ein Foto mit Ihnen zu machen. Man kann es verstehen, da wir uns sehr von ihnen unterscheiden. Aber manchmal fuehlt man sich regelrecht bedraengt und nach dem 10 Foto faellt einem das Laecheln schon schwer. Was hier auch vorkommt ist, dass Muetter oder Vaeter mit ihren Kindern auf uns zukommen und sie die Kinder dazu bringen uns anzufassen bzw. uns die Hand zu geben, obwohl die Kinder dies oft nicht wirklich moechten, sondern anfangen zu weinen. Tja, that's India!
Gegen 13h kehrten wir zum Hotel zurueck, um etwas zu essen. Und dann war es auch Zeit fuer mich. Wir machten uns auf Richtung Bahnhof, der erfreulicherweise nur 5 Minuten zu Fuss entfernt lag. Nachdem ich auf der Papierliste meinen Namen gefunden hatte und so meinen Wagon und meine Sitzplatznummer ausfindig gemacht hatte, hiess es leider Abschied nehmen. Es war schon traurig zu wissen, dass man nun alleine weiterreisen musste. Aber wir sehen uns ja hoffentlich noch mal vor Annemaries endgueltiger Abreise nach Deutschland.
Nach fast einer Stunde Verspaetung fuhr mein Zug endlich am Bahnhof in Jodhpur ein. Schnell habe ich den richtigen Wagon und Schlafliege gefunden. Ich hatte die mittelste Schlafliege von drei uebereinander. In meinem "Abteil" habe ich eine nette Familie angetroffen, die mir indische Suessigkeiten, Snacks und Lassi anbot. Ich habe hoeflich von allem ein bisschen probiert und es gut vertragen. Wir haben uns lange Zeit unterhalten. Leider sind die Fensterscheiben der Sleeper-Class mit Klimaanlage getoent, so dass man die LAndschaft nur schlecht erkennt. Deshalb durfte ich mich im Gang zwischen zwei Wagons an die offene Tuer stellen. Ich habe es genossen, mir die indische Luft um die Nase wehen und das Gesicht von den letzten Sonnenstrahlen waermen zu lassen. Dabei sind noch ein paar schoene Fotos entstanden. (Werden nachgereicht!)Bei Einbruch der Dunkelheit habe ich versucht ein wenig zu schlafen. Dank Wecker habe ich den richtigen Ausstieg nicht verpasst. Ich gebe zu, dass ich ein wenig aengstlich war. Es war 1.00h morgens - keine gute Zeit fuer eine weibliche Europaeerin alleine los zu ziehen. Aber was soll man machen...ich machte es wie viele Male zuvor mit Annemarie zusammen auch: ich nahm mir eine Autorikscha, die mich zum Hotel bringen sollte. Zwar sagte der Rikschafahrer, dass das Hotel geschlossen sei, fuhr mich aber trotzdem. Waehrend der Fahrt habe ich so getan, als wuerde ich telefonieren - reine Vorsichtsmassnahme. Am Hotel angekommen, erwartete mich Gott sei Dank jemand am Eingang. Das Zimmer war ok und ich war froh, als ich um 2.00h endlich im Bett lag. Vor dem Wecker weckte mich das Hoteltelefon, wobei ich nicht verstanden habe, was der junge Mann von der Rezeption eigentlich von mir wollte. Also stand ich auf, duschte, packte meinen Rucksack. Mein Fruehstueck wurde mir aufs Zimmer gebracht. Anschliessend habe ich direkt gezahlt und machte mich auf Richtung IIMA - Indian Institute of Management, Ahmedabad. Meine neue Herausforderung...

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