Am Sonntag morgen ging es los. Wir haben einen unserer Rucksaecke mit auf Safari genommen und den anderen im Hotel gelassen. Fruehstueck schon um 6.45h. Das war wie versprochen kein Problem fuer das Hotelpersonal. Um 7.20h hat uns dann der Jeep abgeholt und erst mal zum Reisebuero gefahren. Dort haben wir dann die beiden deutschen! Jungs kennengelernt, die diese Safari mit uns zusammen erleben wollten. Hier haben wir die letzten notwendigen Dinge eingekauft - einen Umhaengebeutel fuer unsere Wasserflasche und Toilettenpapier. Sonst waren wir bestens ausgeruestet: Hut bzw. Kappe, Sonnencreme, Sonnenbrille, lange Hose, lange Bluse,... Dann konnte es eigentlich losgehen...so dachten wir...aber die Inder sind sehr gelassen. Es wurde erst noch Bier fuer uns eingekauft und die notwendigen Lebensmittel und die 3x 25 Liter Kanister Trinkwasser in den Jeep geladen. Endlich fuhren wir stadtauswaerts. Man sah eine trockene Landschaft mit ein paar Straeuchern, Baeumen und natuerlich Kakteen. Die Strasse schien endlos lang...waehrend der Fahrt haben wir uns mit den Jungs ausgetauscht - wo man herkommt, was man beruflich macht, wie alt, wo man schon ueberall in Indien war und wo man noch hin moechte...schliesslich fuhr der Jeep von der Strasse ab, wo unser Kamelfuehrer mit zwei "edlen Rossen" stand. Bei uns allen kam direkt die gleiche Frage auf: warum nur zwei Kamele - wir sind doch zu viert und jedem ist ein eigenes Kamel zugesichert worden. Es stellte sich heraus, dass wir auf die zwei noch fehlenden Kamele warten mussten. Ich sage nur: indische Gelassenheit. Also warteten wir...einer der Jungs liess sich von unserem Fuehrer einen Turban binden, unser Rucksack und die Plastiktuete der Jungs (man erkennt mal wieder den Unterschied zwischen Frauen und Maennern! Wobei ich sagen muss, dass die Tuete natuerlich spaeter irgendwann gerissen ist ;-)) wurde schon mal am Kamel befestigt. Endlich tauchten am Horizont zwei Kamele, inkl.Begleiter auf. Das waren unsere! Also hiess es gegen 10.00h endlich aufsitzen! Wir Touristen sassen auf den Kamelen und unsere beiden Begleiter gingen zu Fuss nebenher. Erst ritten wir alle schoen angeleint hintereinander her. Nach kurzer Strecke durften wir selbst die Zuegel in die Hand nehmen - ein eigenartiges Gefuehl! Aber Kamele sind so gemuetliche Tiere und gehorchen auf Zurufe und Gerausche ihrer Fuehrer. Den beiden Jungs waren die Tiere anscheinend zu langsam. Sie fragten nach dem "Gaspedal". Daraufhin habe ich erst mal mit einem mein Kamel getauscht. Ich wechselte von dem jungen Mr.Bean auf das Leitkamel Simon. Dadurch ging ich meist vorweg und Simon reagierte super gut auf meine "Zuegelfuehrung". Die beiden Jungs haben die Tiere immer wieder zum Ueberholen angetrieben. Irgendwann gelang es auch...aber Kamele sind nun mal Tiere und keine Motorraeder und halten sich auch an eine gewisse Rangordnung.
Nachdem die Tiere getrunken hatten, ritten wir zu einem einsamen Wuestendorf. Dort sprachen wir ein bisschen auf Englisch mit den Bewohnern und machten Fotos. Gegen Mittag wurde Rast bzw. Siesta gemacht und die Kamele abgesattelt. Wir wurden von unseren Begleitern lecker bekocht und konnten uns im Schatten ausruhen. Dorfkinder kamen vorbei, um uns neugierig zu betrachten. Wir schenkten ihnen Obst und Kekse. Die Rast dauerte ganze drei Stunden - aufgrund der gluehenden Mittagshitze. Dann ging es auf Richtung Duenen - wunderschoene Sandduenen in unendlicher Landschaft! Uns wurde wieder Chai serviert und Essen gekocht ( Chapati - ueber dem Feuer gemachte runde Brotfladen und Gemuese). Anschliessend konnten wir den Sonnenuntergang beobachten. Bei der Hitze sehnte man sich nach einer richtig kalten Cola...but no problem! Da kam doch tatsaechlich der "Pepsi-Boy" aus dem zwei Stunden Fussmarsch entfernten Dorf mit relativ kalten Getraenken vorbei! Unglaublich! So gegen 20h war es dann auch schon dunkel und die ersten Sterne erschienen am Himmel. Ich kann die Meinung nur bestaetigen: hier sieht man den wunderbarsten Sternenhimmel!! - so viele Sterne, die Milchstrasse total klar. Natuerlich gab es in der Wueste ein paar Insekten, die wir aber lediglich mit dem Licht unserer Taschenlampe anzogen. Mit Blick in den Himmel sind wir irgenwann eingeschlafen. Es war zwar kuehler, aber wir haben nicht gefroren. Nachts bin ich aufgewacht und habe mir den wunderschoenen Mond am Himmelszelt angeschaut. Auch zum Sonnenaufgang bin ich puenktlich aufgewacht. Nach dem Fruehstueck hiess es wieder aufsitzen. Da man es nicht gewohnt ist, auf einem Kamel zu reiten, taten uns allen ganz gehoerig die Leisten und der Steiss weh. Die Landschaft durch die wir ritten veraenderte sich nicht. Den Jungs war das Ganze zu langweilig geworden. Sie liessen sich mit der Ausrede von Unwohlsein vom Jeep abholen. Aber wir Maedels wollten das zu Ende machen, was wir angefangen hatten! So ritten wir weiter - auch wenn es oft weh tat und anstrengte. Unser netter Kamelfuehrer, der sich gut um uns sorgte, machte das wieder wett. Bei unserer Siesta fragte er, wieviel Annemaries Handy in Deutschland gekostet hat. Als er den Preis hoerte, schreckte er auf und sagte: das ist ein halbes Kamel!! Es war wirklich witzig und eine wunderbare Erfahrung, auch wenn es wenig abwechslungsreich war.
Zurueck in Jaisalmer haben wir erst mal eine kalte! Cola getrunken und geduscht! Abends kuemmerten wir uns um unsere Weiterreise und waren italienisch essen - sehr gut. Heute hatten wir einen entspannten Tag. Wir haben einiges organisiert, Waesche gewaschen, uns einen See in Jaisalmer angeschaut. Denn das, was Annemarie und ich auf jeden Fall zusammen machen wollten, haben wir geschafft. Nun lassen wir unsere gemeinsame Reise ruhig ausklingen.
Morgen frueh geht es um 8.30h mit dem Bus 6 Stunden nach Jodhpur - die blaue Stadt und unsere letzte gemeinsame Station. Ich werde am Donnerstag mit dem Zug nach Ahmedabad fahren und mich auf mein Studium dort vorbereiten. Annemarie reist noch weiter hier in der Gegend und fliegt von Ahmedabad nach Bangalore, von Bangalore nach Frankfurt. Ich hoffe, ich sehe sie an dem Sonntag noch mal in Ahmedabad!
Es war eine tolle gemeinsame Zeit und ich bin froh, dass ich alle diese Erfahrungen, ob gut oder schlecht, mit ihr teilen kann. Schoen, dass du mit mir gereist bist!!
Nachdem die Tiere getrunken hatten, ritten wir zu einem einsamen Wuestendorf. Dort sprachen wir ein bisschen auf Englisch mit den Bewohnern und machten Fotos. Gegen Mittag wurde Rast bzw. Siesta gemacht und die Kamele abgesattelt. Wir wurden von unseren Begleitern lecker bekocht und konnten uns im Schatten ausruhen. Dorfkinder kamen vorbei, um uns neugierig zu betrachten. Wir schenkten ihnen Obst und Kekse. Die Rast dauerte ganze drei Stunden - aufgrund der gluehenden Mittagshitze. Dann ging es auf Richtung Duenen - wunderschoene Sandduenen in unendlicher Landschaft! Uns wurde wieder Chai serviert und Essen gekocht ( Chapati - ueber dem Feuer gemachte runde Brotfladen und Gemuese). Anschliessend konnten wir den Sonnenuntergang beobachten. Bei der Hitze sehnte man sich nach einer richtig kalten Cola...but no problem! Da kam doch tatsaechlich der "Pepsi-Boy" aus dem zwei Stunden Fussmarsch entfernten Dorf mit relativ kalten Getraenken vorbei! Unglaublich! So gegen 20h war es dann auch schon dunkel und die ersten Sterne erschienen am Himmel. Ich kann die Meinung nur bestaetigen: hier sieht man den wunderbarsten Sternenhimmel!! - so viele Sterne, die Milchstrasse total klar. Natuerlich gab es in der Wueste ein paar Insekten, die wir aber lediglich mit dem Licht unserer Taschenlampe anzogen. Mit Blick in den Himmel sind wir irgenwann eingeschlafen. Es war zwar kuehler, aber wir haben nicht gefroren. Nachts bin ich aufgewacht und habe mir den wunderschoenen Mond am Himmelszelt angeschaut. Auch zum Sonnenaufgang bin ich puenktlich aufgewacht. Nach dem Fruehstueck hiess es wieder aufsitzen. Da man es nicht gewohnt ist, auf einem Kamel zu reiten, taten uns allen ganz gehoerig die Leisten und der Steiss weh. Die Landschaft durch die wir ritten veraenderte sich nicht. Den Jungs war das Ganze zu langweilig geworden. Sie liessen sich mit der Ausrede von Unwohlsein vom Jeep abholen. Aber wir Maedels wollten das zu Ende machen, was wir angefangen hatten! So ritten wir weiter - auch wenn es oft weh tat und anstrengte. Unser netter Kamelfuehrer, der sich gut um uns sorgte, machte das wieder wett. Bei unserer Siesta fragte er, wieviel Annemaries Handy in Deutschland gekostet hat. Als er den Preis hoerte, schreckte er auf und sagte: das ist ein halbes Kamel!! Es war wirklich witzig und eine wunderbare Erfahrung, auch wenn es wenig abwechslungsreich war.
Zurueck in Jaisalmer haben wir erst mal eine kalte! Cola getrunken und geduscht! Abends kuemmerten wir uns um unsere Weiterreise und waren italienisch essen - sehr gut. Heute hatten wir einen entspannten Tag. Wir haben einiges organisiert, Waesche gewaschen, uns einen See in Jaisalmer angeschaut. Denn das, was Annemarie und ich auf jeden Fall zusammen machen wollten, haben wir geschafft. Nun lassen wir unsere gemeinsame Reise ruhig ausklingen.
Morgen frueh geht es um 8.30h mit dem Bus 6 Stunden nach Jodhpur - die blaue Stadt und unsere letzte gemeinsame Station. Ich werde am Donnerstag mit dem Zug nach Ahmedabad fahren und mich auf mein Studium dort vorbereiten. Annemarie reist noch weiter hier in der Gegend und fliegt von Ahmedabad nach Bangalore, von Bangalore nach Frankfurt. Ich hoffe, ich sehe sie an dem Sonntag noch mal in Ahmedabad!
Es war eine tolle gemeinsame Zeit und ich bin froh, dass ich alle diese Erfahrungen, ob gut oder schlecht, mit ihr teilen kann. Schoen, dass du mit mir gereist bist!!
2 Kommentare:
Ein hoch auf "Mücke"!!!
Ihr toughen Globetrotterinnen!
Echt cool eh!
Haben Eure Berichte mit Begeisterung gelesen und sind gespannt auf Eure Fotos-die wir heftig in Euren Texten vermisst haben. Mecker mecker mecker oder besser: Gack gack tuck tuck!!!!
Ansonsten: Weiter so!
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