Morgens um 6.15h machten wir uns zu Fuss auf zum Busbahnhof. Das Dorf war absolut leer gefegt. Schon ein bisschen unheimlich... Wegen eines lautstark bellenden Hundes haben wir dann auch einen Umweg auf uns genommen. Nachdem wir festgestellt hatten, welcher Bus der richtige ist, ging es darum sich Sitzplaetze zu sichern. Die Rucksaecke mussten an den Fuessen verstaut werden. Es war alles sehr eng. Immer wieder auf der Fahrt stiegen Leute aus und ein. Der Bus war zeitweise so brechend voll, dass keine Maus noch Platz gefunden haette. Wir sassen direkt neben Indern, die sich z.T.auch mit uns unterhalten haben. Sie wollen wissen, wo man her kommt. Viele sagen: Oh, Germany...nice country. Und sie lachen, auch wenn sie nicht verstehen was wir sagen. Ich fand die Fahrt eine absolute, hautnahe Erfahrung mit Indien - auch wenn unser Steissbein von den Busfahrt bestimmt geprellt ist.
In Amritsar mussten wir uns erst wieder neu orientieren und die ganzen Rikschafahrer abwimmeln. Zudem war es im Gegensatz zum Gebirge total heiss. Damit musste unser Kreislauf erst mal klar kommen. Die meiste Zeit haben wir uns am goldenen Tempel aufgehalten, der einen riesigen Komplex umfasst. Der goldene Tempel ist von einem Teich umgeben, in dem die Glaeubigen baden. Das Gold des Tempels schimmert so wunderschoen! Wir haben uns natuerlich auch das Innere des Tempels angesehen. Dort wird seit 300 Jahren durchgehend aus dem heiligen Buch vorgelesen, was auch ueber Lautsprecher uebertragen wird. Dieses Buch wird abends um 22.30h zu seiner Ruhestaette gebracht und morgens um 4.30h wieder hervorgeholt. Da unser Flieger nach Delhi erst um 4.00h morgens ging, haben wir uns diese Zeremonie angeschaut.
Nirgendwo sonst wie hier in Amritsar wurden wir so von den Indern angestarrt. Aber sie meinen es nicht boese. Wir sind fuer sie eben genauso anders wie sie fuer uns. Viele haben uns angesprochen und wollten Fotos mit uns machen. Am Nachmittag haben wir uns in einen Park gelegt. Viele guckten neugierig. Schliesslich hat sich ein Junge in unserem Alter getraut uns anzusprechen und sich mit uns zu unterhalten. Es dauerte keine 2 Minuten bis eine Traube von Menschen um uns herum stand und neugierig zuhoerte, was wir erzaehlten. Dies war wieder eine neue Erfahrung fuer uns. Man steht hier als Europaeer einfach oftmals im Mittelpunkt.
Am Abend machten wir uns dann auf zum Flughafen, um in der Wartehalle ein wenig die Augen zu zu machen. Der Check-In bei Air India war kompliziert und aufwendig...und das bei unserem Schlafmangel!! Schliesslich hoben wir um 4.00h ab, um 55 Minuten spaeter in Delhi zu landen.