Es ging mal wieder 10 Stunden per Bus nach Dharamsala. Und die letzte Busfahrt war schon holprig und der Bus trotz " deluxe" nicht der tollste. Aber frei nach dem Motto: schlimmer geht immer - war diese Busfahrt. Es ging abends gegen 20h los. Annemarie sass am Fenster. Dort war die Seite komlett nass. Ueberhaupt war der Innenraum des Busses irgendwie feucht und muffig. Bei mir liess sich der Sitz nur in Rueckenlage stellen. Um mich schon im Voraus bei meinem Hintermann - auch Europaeer - dafuer zu entschuldigen, sagte dieser nur: Oh, it is okay. That's India! Bisher haben wir auf unserer Reise auch schon einige Deutsche getroffen. Uns Europaeer erkennt man schnell, alleine an der Hautfarbe.
Nach einer absolut holprigen Fahrt ueber enge, schmale, unebene Serpentinen-Strassen, sind wir schliesslich morgens gegen 6.00h angekommen...aber nicht etwa in Dharamsala. Der Busfahrer hat uns unangekuendigt mal eben im Nachbarort Mc Leod Ganj abgesetzt. Mehrere von uns haben sich beschwert, da wir nun mal als Endziel Dharamsala gebucht hatten. Der Busfahrer hat nur zornig vor sich hin gemurmelt und schliesslich auch noch behauptet, der Ort waere Dharamsala, um uns los zu werden. Tja, das war nun mal nicht mehr zu aendern. Wie immer an den Reisezielen hier in Indien, stehen Taxifahrer in Scharen bereit und bieten ihre Dienste an. Einer lauter als der andere, um sich die Fahrt zu sichern. Die Preise sind dann oft ueberteuert. Man ist nach so einer Fahrt aber einfach nur froh, wenn man endlich im Hotel ankommt. Also haben wir uns ein Taxi genommen, dass uns zu unserem Hotel gebracht hat. Dort musste der Bedienstete erst mal von dem Wachmann des Hotels geweckt werden, der in der Rezeption schlief. Das Zimmer war in Ordnung, bis darauf dass es streng roch. Spaeter haben wir festgestellt, dass die Angestellten des Hotels wahrscheinlich in der Naehe unseres Fensters ihr Geschaeft verrichten. Zudem waren wir wahrscheinlich die einzigen Gaeste.
Am naechsten Tag erkundeten wir die Gegend. Es gabe nette schmale Strassen mit vielen Strassenbuden, die verschiedene Souvenirs anboten. Natuerlich haben wir uns die Residenz des Dalai Lama mit dem dazugehoerigen Tempel und dem Museum ueber die Geschichte und das Leid der Tibeter angeguckt. Das Gelaende war recht weitlaeufig.
Ausserdem haben wir unsere Weiterreise nach Amritsar geplant. Schnell stellten wir fest, dass es nur einen oeffentlichen "local" Bus gab und keinen "deluxe" Bus. Nach unseren Erfahrungen waren wir natuerlich skeptisch. Da sich aber nichts anderes finden liess, fanden wir uns mit dem Gedanken ab. Mal wieder eine neue Erfahrung.
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