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Samstag, 30. August 2008

Der zweite Tag an der Uni



Gestern Abend sind wir alle zusammen, d.h. 9 Austauschstudenten (6 Jungs, 3 Maedels), in ein Barbecue-Restaurant gefahren. Zunaechst mussten ca. drei Rikschas organisiert, das Ziel erklaert und schliesslich der Preis ausgehandelt werden. Wir drei Maedels haben uns eine Rikscha geteilt – kein guter Plan. Wir wussten nicht genau wohin wir fahren sollten, da wir den Namen des Restaurants nicht genau kannten und unser Rikschafahrer ist leider nicht der Bitte nachgekommen, den anderen zu folgen, sondern bog direkt an der ersten Kreuzung ab. Wir dachten, wir sind verloren. Doch irgendwann trafen wir die anderen waehrend der Fahrt wieder. So kamen wir schliesslich doch alle am richtigen Restaurant an. Die Jungs hatten das Restaurant ausgesucht, weil es hier „All-you-can-eat“ und Buffet mit viel Fleisch gab. Es war ein unerwartet nobles Restaurant und der Preis fuer indische Verhaeltnisse sehr hoch. Wir zahlten pro Person, inkl.Wasser und bestimmter alkoholfreier Cocktails, Rs.425 – das sind jedoch umgerechnet lediglich ca. 7 Euro. Das Essen war reichlich. Man wurde nobel bedient und es gab sogar Nachtisch, Eis und Brownies mit Schokososse!!Mmmhhhh!!
Der anschliessenden Suche der Jungs nach Bier, haben wir Maedels uns nicht angeschlossen, sondern wir sind zurueck zur Uni gefahren. Alkohol ist hier in dem Bundesstaat Gujarat verboten. Auslaender haben jedoch die Erlaubnis. Wir haben uns also auf einem Zimmer getroffen und uns unterhalten. Da die Jungs anscheinend so bald nicht fuendig wurden und wir Maedels muede von der Reise waren, sind wir gegen 24h auf unsere Zimmer gegangen um zu schlafen. Vorher habe ich noch mein Moskitonetz befestigt. Es haengt optimal und ich habe gut darunter geschlafen.

Heute morgen haben wir uns zuerst getroffen, weil der Mann von dem Computerladen uns um 10h treffen wollte. Er liess jedoch auf sich warten. Also gingen wir zur Mensa um zu fruehstuecken...leider etwas spaet. Es gab nur noch Bananen, Cornflakes und Milch. Da musste dann noch ein gekauftes Donut her, um den Magen zufrieden zu stellen. Die Sache mit dem PC ist leider noch nicht abschliessend geklaert, weshalb ich jetzt gerade (21.58h) wieder im Computer Center sitze. Ich hoffe, ich werde Anfang der Woche einen PC bekommen und ich hoffe, dass dann auch Internet, inklusive Skype, funktioniert.
Unsere naechste Aktion heute war Waesche zu waschen. Wir haben zu drei/vier Maedels unsere Waesche zusammen gelegt und es hat gut funktioniert.
Am Nachmittag sind wir zu einem Einkaufscenter gefahren. Es war wirklich so wie bei uns in den Koeln Arcarden oder im Stadtcenter in Dueren. Es gab Markenlaeden wie Benetton, Levis, Wrangler, Esprit etc., die zum Teil auch aehnliche Preise haben wie bei uns. Wir haben eher andere Laeden gesucht, um guenstig neue T-Shirts, Hosen und/oder Roecke zu kaufen. Ich bin leider nicht fuendig geworden  Wir haben ausserdem alle zusammen einen grossen Supermarkt gestuermt. Es war wie beim real-Supermarkt – es gab alles moegliche zu kaufen, vom Kleiderbuegel ueber Shampoo bis zu Tischtennisschlaeger. Spaeter haben wir es noch in anderen Laeden versucht. Leider habe ich keine schoene Tasche fuer hier zur Uni gefunden. Ich werde weiterhin mein Glueck versuchen. Vielleicht schon morgen...

Freitag, 29. August 2008

Ankunft an der Universitaet in Ahmedabad



Mein Rikschafahrer schien nicht genau zu wissen, wo das IIMA (Indian Institute of Management)lag. Er fragte mehrmals am Strassenrand bei Haendlern oder anderen Rikschafahrern nach. Doch schliesslich hat er mich an der richtigen Adresse abgeliefert. Mit meinem Reisepass wurde mir der Zugang zum gut bewachten Campus gewaehrt. An der Information erkundigte ich mich nach dem "Exchange Office" fuer auslaendische Studierende. Auf dem Weg dorthin traf ich andere Austauschstudenten, die mir anboten, mir das Office zu zeigen. Dort angekommen habe ich alles zunaechst notwendige geklaert und bekam meinen Zimmerschluessel ausgehaendigt. Kurz nach mir kam eine Austauschstudentin aus Frankreich an. Wir waren also beide neu am Campus. Die Jungs verabredeten sich mit uns um 13h an der Mensa. Also habe ich mir erst mal mein Zimmer angeschaut. Es ist nicht gerade komfortabel. Es gibt ein Bett, einen alten Schreibtisch, einen Schrank wie beim Bund und eine Kommode. Es gibt kein Fenster, aber ich kann die Holztueren oeffnen, die auf einen Minibalkon fuehren. Es gibt ein Gemeinschaftsbad fuer 10 Maedels mit zwei Duschen, zwei Toiletten und einer Waschmachine. Ich denke, es wird schon gehen...werde mich dran gewoehnen. Als erstes habe ich versucht das Telefon und den Mehrfachstecker anzuschliessen, die man mir mitgegeben hatte. Natuerlich hat nicht alles funktioniert. Also bin ich zurueck gegangen zum "Student Activity Office", wo man mir weitergeholfen hat und wo ich mich ueber andere wichtige Dinge wie Geld, Computer und Polizeiregistrierung informiert habe. Zum Essen um 13h war ich puenktlich. Ich hatte ganz schoen Hunger! Das indische Essen war in Ordnung und hat gut geschmeckt. Ich habe sogar drei Jungs aus Deutschland getroffen! Der Kontakt zu anderen Austauschstudenten ist also da. Anschliessend mit ich mit der franzoesischen Studentin zusammen losgezogen, um uns um unsere PCs und Waesche zu kuemmern. Bei mir im Zimmer wurde noch die Balkontuer repariert und eine Leine befestigt, damit ich mein Moskitonetz aufhaengen kann. Zusaetzlich haben wir vom Office Moskitoschutzmittel gestellt bekommen. Ich muss mich noch um einiges kuemmern, aber das wird schon... Wir sitzen gerade zusammen im Computer Center. Mal sehen, was der Abend noch so bringt. Vielleicht treffe ich dann auch Renee, die andere Studentin aus Koeln. Die anderen wollten in ein Restaurant in der Stadt. Ich werde mich das Wochenende ueber schon noch einleben...